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Erste Hilfe für Hund und Katze

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Tiermedizin

Erste Hilfe für Hunde und Katzen

14.11.2012, 17:49 Uhr | dpa-tmn

Erste Hilfe für Hunde und Katzen.  (Quelle: imago)

Bei Atemnot legen sich Tiere auf die Brust, weil sie in dieser Position besser atmen können. (Quelle: imago)

 

Wenn der Hund angefahren wurde oder die Katze vom Balkon gefallen ist - direkt nach dem Unfall können die Halter einiges für ihren Vierbeiner tun und ihm sogar das Leben retten, denn auch bei Tieren helfen Herzdruckmassagen und eine Mund-zu-Nase-Beatmung. Danach sollte aber schnell ein Tierarzt aufgesucht werden. Zehn Erste-Hilfe-Tipps für Haustiere.

Nach einem Unfall vorsichtig nähern

Langsam auf den Vierbeiner zugehen und dann schnell zupacken, lautet die Devise bei der Ersten Hilfe für Tiere. "Katzen werden mit einer Hand am Nacken und mit dem anderen an den Hinterbeinen oder am hinteren Hunderücken gegriffen", sagt die Tierärztin Margrit Rogalla aus dem hessischen Nidderau. Beißenden Hunden kann eine Schlinge, zum Beispiel aus einer Kordel oder einem Verbandstück, von hinten ums Maul geschlungen werden. Die Enden werden dann am Hinterkopf zusammengeknotet.

Herzdruckmassage bringt Herz in Gang 

Der Herzschlag lässt sich bei Hund und Katze hinter dem Ellenbogen fühlen, dazu sollten der Zeige- und Mittelfinger mit deutlichem Druck aufgelegt werden. Macht das Herz Probleme, kann eine Herzdruckmassage helfen. "Dazu drückt man mit beiden Händen im Drei-Sekunden-Abstand fest zu", sagt der Tierarzt Kutschmann. Bleibt das Herz stehen, kann es mit einem kurzen Schlag wieder in Gang gebracht werden.

Mund-zu-Nase Beatmung kann Leben retten

Ein Hund atmet normalerweise 15- bis 30-mal pro Minute, eine Katze zwischen 20- und 30-mal. Bei weniger oder deutlich mehr Atemzügen wird es kritisch. Atmet ein Tier nur noch schwach oder gar nicht mehr, kann eine Mund-zu-Nase-Beatmung es retten. "Am besten hält man ein Taschentuch dazwischen. Dann holt man tief Luft, pustet dem Tier in die Nasenlöcher, zählt bis drei und fängt wieder von vorne an", rät Rogalla.

Auf jeden Fall zum Tierarzt gehen

"Wenn Hunde als Notfall in die Praxis kommen, wurden sie in der Regel angefahren oder von anderen Hunden gebissen", sagt Tierarzt Klaus Kutschmann aus Magdeburg. Katzen bleiben oft in gekippten Fenstern stecken oder fallen vom Balkon, weil sie Vögel jagen wollen. Nach einem Unfall sollte das Tier - egal, ob Hund oder Katze - immer vom Arzt untersucht werden, denn es könnte innerlich bluten oder einen Lungenriss erlitten haben.

 
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