03.05.2008, 11:07 Uhr | BfR/ali
In Verbindung mit Alkohol oder beim Sport können Engerydrinks tödlich sein. (Foto: Imago)Immer wieder geraten leistungssteigernde Energiegetränke, die mit Koffein und Taurin versetzt sind, in die Kritik. Selbst Todesfälle wurden mit dem zeitgleichen Verzehr von Energydrinks und Alkohol in Verbindung gebracht. Einen eindeutigen Beleg für einen Zusammenhang gebe es bis jetzt nicht, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Dennoch lassen Studien auf Gesundheitsrisiken schließen. Auch nach sportlicher Betätigung könnten die schnellen Wachmacher schädliche Wirkungen haben.
Sie lauern überall Energieräuber
Da unerwünschte Wirkungen nach dem Konsum großer Mengen von Energiegetränken in Verbindung mit Alkohol nicht ausgeschlossen werden könnten, wäre es nach Ansicht des BfR wichtig, detaillierte Informationen auf die Dosen zu drucken. Auch wenn in Deutschland der Vertrieb nur unter bestimmten Bedingungen zugelassen ist, gibt es keine weitergreifenden Richtlinien. Eine europäische Regelung wäre laut BfR, wünschenswert um bestimmte Verbrauchergruppen vor dem übermäßigen Konsum dieser Getränke zu warnen.
Vor allem Kinder, Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Personen könnten damit vor überhöhtem Konsum von Energydrinks gewarnt werden. Zur Risikogruppe gehören nach Einschätzung des BfR, auch Menschen mit Bluthochdruck und Herzkrankheiten. Beobachtungen belegten, dass der gleichzeitige Verzehr von Alkohol und Energydrinks neben Problemen mit dem Herzkreislaufsystem auch zu Fehleinschätzungen der Leistungsfähigkeit führen könne.
Energydrinks sind Getränke mit einem Hauptanteil an Koffein und Stoffen wie Taurin, geschmacklosen Nahrungsergänzungsmitteln, die auch in Pferdenahrung vorkommen, und Kohlenhydraten, die für eine erhöhte Leistungsfähigkeit verantwortlich sind. Das Problem dabei sind die hohe Konzentrationen der Wirkstoffe. In der Vergangenheit kam es zu Todesfällen, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Konsum von Energydrinks in Verbindung mit Alkohol oder sportlicher Betätigung stehen. Erwiesen ist dies bis heute nicht. Das BfR vermutet, dass sich die Inhaltsstoffe von Energydrinks in ihrer toxikologischen Wirkung gegenseitig verstärken. Auch Einschränkungen von Körperfunktionen können die Folge sein.
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Quelle: BfR/ali
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