24.12.2012, 11:49 Uhr | ug/ jmi
Welches Waschmittel ist das richtige? (Foto: imago)
Bullauge auf, Schmutzwäsche rein, Waschmittel dazu, Maschine an: So leicht kann Waschen sein – und ebenso leicht schleichen dabei Fehler ein. Die Folge: Flecken bleiben auf der Wäsche und die Wasser- und Energiekosten steigen. Sogar Schimmel kann in die vermeintlich saubere Wäsche gelangen, wenn ständig zu viel Waschmittel verwendet wird. "Viel hilft eben nicht viel“, sagt Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH). Die typischen Fehler beim Wäsche Waschen.
"Waschmittel sind heute so konzipiert, dass die Wäsche nicht wärmer als 30 bis 40 Grad gewaschen werden muss, um hygienisch sauber zu waschen“, so der Umweltexperte. Bei normaler Schmutzwäsche reichen niedrigere Temperaturen also völlig aus. Der Vorteil: Sie sparen Strom. Eine Maschine mit 30Grad-Wäsche verbraucht nur die ein Fünftel der Energie einer 60 Grad-Ladung. Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn im Haushalt eine Krankheit kursiert, ist es sinnvoll, die Wäsche bei hohen Temperaturen zu waschen, um Keime abzutöten.
Viele Verbraucher neigen dazu, zu viel Waschmittel zu verwenden – und gefährden so schlimmstenfalls ihre Gesundheit. Der Grund: In der Schublade für das Waschmittel sammeln sich Rückstände, die vom Wasser nicht vollständig eingespült werden. Mit der Zeit bilden sich Schimmelporen, die in die Wäsche gelangen und schlimmstenfalls zu Hautrötungen oder Allergien führen können. Daher sollten Sie die Schublade etwa alle zwei Monate reinigen, zum Beispiel mit einer Spülbürste.
Wer die Waschtrommel überlädt, riskiert umsonst, gewaschen zu haben. Wird die Wäsche regelrecht hinein gequetscht, kommen die Waschstücke nicht richtig in Bewegung und können nicht vernünftig umspült werden. „Dann stimmt das Verhältnis aus Temperatur, Wassermenge und Tensiden, also Fleckenlöser aus dem Waschmittel, nicht“, sagt Dirk Petersen von der VZHH. Die Wäsche wird bei voller Ladung nicht richtig sauber. Als Faustregel gilt: Zwischen Schmutzwäsche und Trommeldecke sollte Ihr Hand senkrecht noch Platz haben.
Der Experte rät, sich beim Dosieren an den Angaben der Maschinen- und Waschmittelhersteller zu orientieren. Auf der Verpackung beziehungsweise in der Beschreibung der Maschine gibt es meistens eine Übersicht, welche Menge für welchen Schmutz ausreicht. "Dazu kann man sich als Verbraucher aktuelle Produktvergleiche wie von "Öko-Test" oder Stiftung Warentest ansehen, um zu wissen, welche Mittel aktuell am besten und verträglichsten waschen“, so Petersen.
Eine weitere Fehlerquelle: Aus Angst vor Kalkschäden geben Verbraucher kräftig Enthärter und Entkalker zur Wäsche. Das ist nach Meinung des Experten unnötig. Waschmittel enthalten heutzutage neben Tensiden und Bleichmitteln ohnehin Enthärter. "Die Hersteller entsprechender Produkte verschweigen dies natürlich.“
Quelle: ug/ jmi
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