24.12.2012, 11:47 Uhr | akl
Floristik: Mit ein paar Tricks bleiben Schnittblumen lange schön. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Frisch gekauft sehen Schnittblumen immer schön aus - doch meist dauert es nicht lange, dann lassen sie die Köpfe hängen. Wir verraten, wie Schnittblumen länger frisch bleiben, warum es wichtig ist, den Stiel anzuschneiden und warum Äpfel besser nicht neben der Vase stehen sollten. Zehn Tipps für frische Schnittblumen.
Wie lange Schnittblumen halten, hängt - neben der Überlebenskraft der jeweiligen Blumensorte - auch davon ab, wie lange sie bereits von ihrer Wurzel getrennt sind. Zwischen Ernte, Lagerung, Transport und Verkauf liegen oft viele Tage, die dem Kunden später in der Vase fehlen. Zudem bekommen die Blumen auf ihrer Reise häufig kein Wasser und viele Gärtnereien haben keine Kühlräume.
Auch wenn es schön aussieht: Schnittblumen sollten nicht neben dem Obstkorb stehen. Äpfel produzieren beim Nachreifen das Gas Ethylen und das kann dazu führen, dass die Blumen schneller welken. Besonders rote Äpfel produzieren viel Ethylen. Besser ist es also, Blumen und Äpfel nicht zusammen auf einem Tisch zu stellen. Das gilt unter anderem auch für Bananen, Birnen und Kiwis.
Mit diesen beiden Tricks bleiben frische Kräuter haltbar und aromatisch. zum Video
Schnittblumen bleiben länger frisch, wenn die Blumen-Stängel nach dem Kauf schräg angeschnitten werden. Schräg deshalb, weil die Fläche, mit der die Blume Wasser aufnehmen kann, so größer ist als bei einem geraden Schnitt. Das Anschneiden ist wichtig, da der untere Teil der Stängel verholzt, wenn er nicht im Wasser steht und so schlecht Wasser ziehen kann. Mit einer frischen Schnittkante geht das wieder ganz leicht. Zudem dauert es so länger, bis Mikroorganismen die Wasserleitbahnen verstopfen. Am besten ist es, die Stiele alle zwei bis drei Tage anzuschneiden und in diesem Zuge auch das Wasser auszuwechseln.
Wichtig ist auch, dass keine Blätter im Wasser sind. Sie beginnen sonst zu faulen und das verunreinigte Wasser wird dann wieder von der Pflanze aufgenommen. Wenn doch Blätter ins Wasser gelangt sind, sollte die Vase gereinigt und mit frischem Wasser gefüllt werden. So bilden sich nicht so leicht Bakterien. Vorsicht auch bei Zugluft, Zigarettenrauch und direkter Sonneneinstrahlung - das mögen Schnittblumen gar nicht.
Häufig werden mit dem Blumenstrauß Frischhaltemittel geliefert. Sie bestehen meist aus drei Komponenten. Zum einen aus Zucker, damit der Energievorrat der Pflanze gesichert ist, zum Zweiten aus Pflanzenhormonen, mit denen schädliche Stoffwechselvorgänge ausgeschaltet werden und zum Dritten aus antibakteriellen Substanzen, die verhindern, dass die Pflanze und das Wasser anfangen zu faulen. Das Granulat sollte im Wasser aufgelöst werden, bevor die Blumen hinein kommen.
Quelle: akl
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