28.01.2013, 14:44 Uhr | akl
"Deo Perfume Candy": Das Deo-Bonbon soll lästigen Körpergeruch vertreiben. (Quelle: Perfume Candy UK)
Bisher hat man Bonbons gelutscht, um einen frischen Atem oder einen leckeren Geschmack auf der Zunge zu haben. Dass man Bonbons auch als Deo einsetzen kann, mag manchen Verbraucher verwundern. Verkauft wird das sogenannte "Deo Perfume Candy" vom bulgarischen Süßwarenhersteller Alpi - und ist auch in Deutschland erhältlich. Wir haben Professor Dr. Thomas Fuchs von der Universitätsmedizin Göttingen und Vorstandsmitglied des Ärzteverbands Deutscher Allergologen gefragt, wer auf die Süßigkeit besser verzichten sollte.
Könnten diese neuartigen Bonbons wirklich die Rettung für Menschen sein, die unter starkem Körpergeruch leiden? Diese Hoffnung macht zumindest der Hersteller Alpi mit seinem Bonbon "Deo Perfume Candy". Angeblich soll der Körper bis zu sechs Stunden nach Rose duften. Funktionieren soll das Ganze mit Hilfe von Rosenöl und dem flüchtigen Duftstoff Geraniol, der durch die Poren der Haut wieder nach außen abgegeben wird.
Bei einem Gewicht von 65 Kilogramm seien 3,6 Milligramm Geraniol notwendig, um sechs Stunden zu duften, so der Hersteller. Ein Bonbon enthält drei Milligramm.
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Die Deo-Bonbons sollen sogar lästige Stechmücken vertreiben können - behauptet zumindest der Hersteller. "Ob die Deo-Bonbons wirklich gegen Stechmücken helfen, kann ich nicht beurteilen", sagt Fuchs. "Auch Studien zu der Wirkung der Bonbons sind mir nicht bekannt. Ob diese Süßigkeit also hält, was sie verspricht, vermag ich nicht zu sagen." Da muss der Verbraucher also selbst testen und sich seine Meinung bilden.
Doch wie riskant sind Rosenöl und Geraniol für den Verbraucher? "Der Duftstoff Geraniol spielt im Normalfall keine wirklich bedeutende Rolle als allergieauslösender Stoff. Bei gesunden Personen dürften die Deo-Bonbons also keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit haben", erklärt der Allergologe.
Vorsichtig sollten allerdings Personen sein, die unter einer Duftstoffallergie leiden. "Bei Duftstoff-Allergikern könnte es durch den Verzehr zu Durchfällen, Übelkeit, Hautausschlägen bis hin zu Atemnot kommen. Sie sollten auf die Bonbons besser verzichten", rät Fuchs. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) gibt es in Deutschland rund eine halbe Million Duftstoff-Allergiker.
Quelle: akl
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