29.01.2013, 16:17 Uhr | akl
Essen rein, aufwärmen und genießen: Von der Auftaufunktion bis hin zum Grillen bietet die Mikrowelle eine ganze Menge praktische Funktionen. Sorglos erhitzen sollte man aber dennoch nicht. Denn das kann schmerzhafte Folgen haben. Diese Mikrowellenfehler können böse enden.
Die Idee klingt gut: Peperoni zum Grillen in die Mikrowelle geben. Dass das eine schlechte Idee ist, bekam unsere Redakteurin zu spüren. Die Peperoni platzen mit einem lauten Knall in der Mikrowelle auf. Was dann kam, glich einem Angriff auf die Gesundheit: Die scharfen Dämpfe verteilten sich gleichmäßig in der Küche. Husten-, Atemprobleme, Würgreiz, tränende und brennende Augen sowie Nasenbluten waren die Folge. Auf dieses Experiment sollte man besser verzichten und lieber zur Pfanne greifen.
Vorsicht geboten ist ebenfalls bei Metall: Töpfe oder Besteck aus Metall oder Aluminium sowie Alufolie sollte man auf keinen Fall in die Mikrowelle stellen. Ein Erhitzen kann hier zu Funkenbildung im Gerät führen. Es sind Fälle bekannt, bei denen Alufolie in der Mikrowelle zu Wohnungsbränden geführt hat. Doch auch wenn man die Mikrowelle leer betreibt, kann es zu einem Kurzschluss mit Brandgefahr kommen.
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Plastik-Campinggeschirr sollte auf keinen Fall in die Mikrowelle. Denn durch Temperaturen über 70 Grad können sich giftige Stoffe lösen. Das ist dann der Fall, wenn das Geschirr sogenannte Melaminharze enthält. Die Stoffe gelangen in das Essen und in die Raumluft. Schlimmstenfalls können diese Schadstoffe Harnblasen-, Nieren- sowie Krebserkrankungen auslösen. Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass das Plastikgeschirr für die Mikrowelle geeignet ist oder nutzen Sie Glas- und Porzellangefäße.
Auch geschlossene Gefäße gehören nicht in die Mikrowelle, da durch den entstehenden Druck Explosionsgefahr besteht. Verschlossene Behältnisse müssen daher vor dem Erhitzen auf jeden Fall geöffnet werden. Bei offenen Gefäßen wie Tassen eignet sich ein Unterteller als Abdeckung. Aber auch spezielle Deckel verhindern, dass die Mikrowelle verspritzt wird.
Auch bei Fläschchen mit Babymilch sollte man vorsichtig sein, da sich die Milch oft ungleichmäßig erhitzt. Das kann beim Trinken zu Verbrennungen führen.
Es gibt Lebensmittel, die leicht in der Mikrowelle platzen können. Dazu gehören zum Beispiel Eier, Tomaten oder Würstchen. Bei Würstchen und Tomaten kann man gut vorbeugen, indem man sie vorher mit der Gabel ein paarmal einsticht.
Bei Speiseöl und alkoholischen Getränke besteht die Gefahr, dass sie sich bei starker Hitze entzünden. Trockene Lebensmittel wie Gebäck dagegen werden in der Mikrowelle hart und trocken. Weil Geflügel sehr anfällig für Salmonellen ist, erhitzt man dieses Fleisch grundsätzlich auf dem Herd oder im Backofen. Das gilt auch für Fisch und Hackfleisch.
Quelle: akl
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