Startseite
Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland > Europäische Union >

Griechenland : Generalstreik hat begonnen

...

Generalstreik: Griechenland legt sich lahm

19.10.2011, 10:49 Uhr | AFP, dapd, dpa

Im von der Finanzkrise erschütterten Griechenland hat am Mittwoch ein 48-stündiger Generalstreik begonnen. Es wird erwartet, dass weite Teile des öffentlichen Verkehrs zum Erliegen kommen. Auch erste deutsche Ferienflieger blieben bereits am Boden. Die Gewerkschaften wollen aus Protest gegen weitere harte Sparmaßnahmen das Land lahmlegen.

Ministerpräsident Giorgos Papandreou warnte die Streikenden, wenn sie das Land "zersetzen", dann werde es "kein Geld für Löhne und Renten" geben.

Auch Flüge aus Deutschland betroffen

Der griechische Luftraum ist seit Mitternacht für alle kommerzielle Flüge von und nach Griechenland geschlossen. Viele Flüge werden verschoben oder fallen aus. In München wurden wegen der Streiks sämtliche 20 Flüge aus und nach Griechenland gestrichen - darunter waren Flieger nach Athen, Thessaloniki oder aus Heraklion und Kos.

Am Hamburger Flughafen wurden zwei Flüge aus Heraklion und Kos gestrichen, teilte ein Airport-Sprecher mit. Während der Bremer Flughafen keine Beeinträchtigungen meldete, mussten in Hannover sieben Flüge auf Donnerstag verschoben werden. Rund 1000 Fluggäste seien allein in Hannover von der Flugplanänderung betroffen. In Frankfurt wurden acht Maschinen nach und sieben aus Griechenland annuliert.

Ausfälle von Flügen nach Griechenland gab es auch in Düsseldorf und Köln/Bonn. In Düsseldorf wurden nach Flughafenangaben drei Hin- und Rückflüge komplett gestrichen, und zwar nach Athen und Thessaloniki, drei Flüge nach Kos und Heraklion fanden aber statt. In Köln/Bonn verschoben die Fluggesellschaften zwei Flüge nach Athen und Thessaloniki um einen Tag. Der Flugbetrieb in Griechenland soll kurz vor der Mittagszeit wieder aufgenommen werden.

Zusammenstöße zwischen Polizei und 200 Demonstranten

Bei den Massenprotesten haben sich in Athen rund 200 jugendliche Demonstranten Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Wie ein Reporter berichtete, attackierten die Demonstranten eine Metallbarrikade vor dem Parlamentsgebäude im Zentrum der griechischen Hauptstadt. Einige Demonstranten warfen Brandsätze und Steine, die Polizei setzte Tränengas ein.

Ministerien und staatliche Unternehmen sowie viele Banken, Apotheken, Tankstellen, Geschäfte und Bäckereien sollen ebenfalls bestreikt werden. Ärzte behandeln in Krankenhäusern nur Notfälle.

Papandreou beendet Streik der Müllabfuhr

Einen seit 17 Tagen anhaltenden Streik der Müllabfuhr in Athen hatte Ministerpräsident Giorgos Papandreou mit einer Notstandsvollmacht am Dienstag für beendet erklärt.

Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sollen für mehrere Stunden bestreikt werden. Zu dem Ausstand haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände aufgerufen. An Demonstrationen gegen den Sparkurs der Regierung beteiligen sich landesweit 125.000 Menschen, allein in Athen sind es 70.000. Aus Angst vor Ausschreitungen zog die Polizei starke Einheiten in der Hauptstadt zusammen.

Für Donnerstag ist eine Abstimmung über weitere Sparmaßnahmen im Parlament geplant.

 
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
US-Militär 
Kriegsschiff wird spektakulär zu Wasser gelassen

Hohe Wellen beim Stapellauf der 670 Millionen Dollar teuren "USS Detroit". Video

Faszinierende Anfertigungen 
Präzisionsarbeit für mehr Lebensqualität

Die Prothesen sind so lebensecht, dass man sie erst auf den zweiten Blick erkennt. mehr

Drei-Tages-Wettervorhersage

Anzeige


Anzeige