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Frankreich Sarkozy will härteren Kurs gegenüber EU-Partnern fahren

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Sarkozy will härteren Kurs gegenüber EU-Partnern fahren

17.04.2012, 15:07 Uhr

Frankreich Sarkozy will härteren Kurs gegenüber EU-Partnern fahren. Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Nicolas Sarkozy (Quelle: dapd)

Sarkozy geht in die Offensive (Quelle: dapd)

 

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will im Falle seiner Wiederwahl eine härtere Haltung gegenüber den EU-Partnern an den Tag legen. "Frankreich wird gegenüber seinen europäischen Partnern genauso anspruchsvoll sein wie die Partner es ihm gegenüber sein dürfen", sagte der Chef von Sarkozys konservativer Regierungspartei UMP, Jean-François Copé, der "Financial Times Deutschland".

Sarkozy habe sich zu einem ausgeglichenen Haushalt bis 2016 verpflichtet, "ein von Deutschland stammender Wunsch". Nun sei es angebracht, wenn er europapolitische Korrekturen verlange.

Sarkozy droht indirekt mit "Politik des leeren Stuhls"

Sarkozy hatte bei einem Wahlkampf-Auftritt am Sonntag überraschend gefordert, die Europäische Zentralbank zur Stärkung des Wachstums in Europa einzusetzen. Auf die Frage, ob Sarkozy die "Politik des leeren Stuhls" des früheren französischen Präsidenten Charles de Gaulles aus den 60er Jahren wiederbeleben könnte, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, sagte Copé: "Alles ist möglich, aber das ist nicht das Ziel. Das Ziel ist, es über Dialog zu schaffen."

Copé widersprach zudem Berichten, das Verhältnis von Sarkozy zu Bundeskanzlerin Angela Merkel sei abgekühlt. Dass Sarkozy ursprünglich geplante Auftritte Merkels in seinem Wahlkampf nicht mehr wünsche, sage nichts über das Verhältnis aus. "Das ist keine Krisen-Freundschaft, sondern eine echte", sagte Copé. Er wisse aber nicht, "ob Angela Merkel beleidigt ist".

Hollande: Merkel muss bei Sarkozy mit allem rechen

Sarkozys sozialistischer Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl, François Hollande, warnte Merkel, dass sie bei dem Präsidenten mit allem rechnen müsse. "Bei Nicolas Sarkozy kann sie sich auf nichts verlassen", sagte Hollande der Zeitung "La Voix du Nord". Erst sei der Präsident der Kanzlerin in der Euro-Krise bei allem gefolgt, nun habe er im Wahlkampf eine ganze Reihe von Wendungen vollzogen, sagte Hollande mit Blick unter anderem auf die EZB.

Hollande ist allen Umfragen zufolge der klare Favorit für die Präsidentschaftswahl. In Frankreich wird in zwei Runden am 22. April und am 6. Mai gewählt.

 
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