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Neue Verteidigungsunion: 23 EU-Staaten beließen engere Zusammenarbeit

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Neue Verteidigungsunion  

So will die EU auf Krisen in der Nachbarschaft reagieren

14.11.2017, 13:11 Uhr | dpa, df

In Brüssel treffen sich die EU-Außen- und Verteidigungsminister, um den nächsten Schritt in Richtung europäischer Verteidigungsunion zu machen. (Screenshot: Reuters)
EU-Staaten planen Verteidigungsunion

In Brüssel treffen sich die EU-Außen- und Verteidigungsminister, um den nächsten Schritt in Richtung europäischer Verteidigungsunion zu machen.

In Brüssel treffen sich die EU-Außen- und Verteidigungsminister, um den nächsten Schritt in Richtung europäischer Verteidigungsunion zu machen. (Quelle: t-online.de)


23 EU-Staaten beschließen eine engere Militär-Zusammenarbeit - inklusive Mehrausgaben und gemeinsamer Truppen. Sie soll auch eine Antwort auf Donald Trump sein.

Deutschland und 22 weitere EU-Staaten haben den Grundstein für eine europäische Verteidigungsunion gelegt. Bei einer Zeremonie in Brüssel unterschrieben die Außen- und Verteidigungsminister das Gründungsdokument für eine ständige militärische Zusammenarbeit (Pesco). Die Verteidigungsunion soll die EU unabhängiger von den USA machen und zu gemeinsamen Rüstungsprojekten führen.

Verteidigungsunion als Reaktion auf Trump

"Es war für uns wichtig - gerade nach der Wahl des amerikanischen Präsidenten (Donald Trump) - uns eigenständig aufzustellen", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). "Wenn es eine Krise gibt in unserer Nachbarschaft, müssen wir handlungsfähig sein."

Außenminister Sigmar Gabriel bezeichnete die geplante Zusammenarbeit als einen "Meilenstein der europäischen Entwicklung". Dies sei ein "großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit und Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU". Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach sogar von "einem historischen Moment für die europäische Verteidigung".

Unterzeichner müssen Militäretats erhöhen

Mit dem Dokument verpflichten sich die 23 EU-Staaten auch zur Einhaltung von 20 konkreten Teilnahmebedingungen. Dazu gehören eine regelmäßige Erhöhung der Verteidigungsausgaben, die Beteiligung an gemeinsamen Rüstungsprojekten und die Bereitstellung von Soldaten für die Krisenreaktionskräfte der EU. Letztere wurden 2007 als EU-Battlegroups aufgestellt, kamen bislang aber noch nie zum Einsatz.

Gabriel und von der Leyen sahen kein Problem darin, dass sie für Deutschland unterzeichneten, obwohl in Berlin Sondierungen für eine neue Bundesregierung laufen und das alte Kabinett nur noch geschäftsführend im Amt ist. "Es sind damit keine konkreten Haushaltsverpflichtungen verbunden. Es ist außerdem weit über die Grenzen der Regierung unbestritten, dass wir in Europa besser zusammenarbeiten müssen", sagte Gabriel.

"Gut für die Nato"

Für die Nato soll das Projekt keine Konkurrenz darstellen. "Die Sicherheits- und Verteidigungsunion ist komplementär zur Nato. Die Nato wird immer Landes- und Bündnisverteidigung bleiben, das ist ganz wichtig. Aber es gibt eine Vielzahl von Themen, wo ich nicht die Nato sehe, aber Europa gefragt ist", sagte von der Leyen mit Blick auf Krisen in Afrika.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, eine starke europäische Verteidigung sei "gut für Europa, aber auch gut für die Nato". Er warnte aber vor dem Aufbau von Parallelstrukturen und Konkurrenzdenken.

Mehrere Länder fehlen

Zu den Ländern, die sicher nicht bei der ständigen strukturierten Zusammenarbeit dabei sein werden, zählen Dänemark und Großbritannien. Dänemark beteiligt sich traditionell nicht an der gemeinsamen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und Großbritannien will 2019 aus der EU ausgetreten sein. Irland, Malta und Portugal hatten sich bis Montag noch nicht entschieden.

Die ständige strukturierte Zusammenarbeit, die in der EU-Sprache Pesco genannt wird, soll offiziell im Dezember starten. Erste konkrete Projekte könnten der Aufbau eines europäischen Sanitätskommandos oder die Einrichtung von gemeinsamen Logistikdrehscheiben für den Transport von Truppen und Ausrüstung sein.

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