Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Terrorismus >

Terroranschlag auf US-Flugzeug fehlgeschlagen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

USA  

Terroranschlag auf US-Flugzeug fehlgeschlagen

27.12.2009, 22:41 Uhr | Von Melissa Preddy, AFP

Ein 23-Jähriger Nigerianer hat einen Anschlag auf ein US-Flugzeug versucht - er wurde überwältigt (Foto: Reuters)Ein 23-Jähriger Nigerianer hat einen Anschlag auf ein US-Flugzeug versucht - er wurde überwältigt. Auf dem Bild steht die Maschine der Delta-Airlines auf dem Flughafen von Detroit (Foto: Reuters) In den USA ist offenbar ein Terroranschlag zu Weihnachten auf eine vollbesetzte Passagiermaschine vereitelt worden. Nach Angaben von US-Medien versuchte ein 23-jähriger Nigerianer am Freitag kurz vor der Landung eines Airbus A330 auf dem Flughafen von Detroit einen Sprengsatz zu zünden.

Passagiere und Besatzung konnten den Mann überwältigen; dieser sagte später aus, er habe Verbindungen zu Al-Kaida.

Kleidung geriet in Brand

Der Zwischenfall ereignete sich demnach kurz vor Mittag (18 Uhr mitteleuropäischer Zeit ) an Bord einer Maschine der Fluglinie Delta, Northwest Airlines auf dem Weg von Amsterdam nach Detroit. Rund 20 Minuten vor der Landung versuchte der Nigerianer namens Abdul Faruk Abdulmutallab nach Zeugenaussagen, den Sprengsatz zu zünden. Dabei geriet seine Kleidung in Brand, nach Angaben eines US-Abgeordneten erlitt er Verbrennungen dritten Grades. Passagiere überwältigten den mutmaßlichen Attentäter. Die Maschine landete unbeschadet auf dem Flughafen von Detroit, wo sie von Sprengstoffexperten untersucht wurde.

t-online.de Shop Toller LCD-Fernseher zu Top-Preisen
t-online.de Shop Notebooks zu Top-Preisen
t-online.de Shop Handys: Unsere Top-Angebote!
t-online.de Shop Wetterstationen zu Top-Preisen


Mit Flüssigkeit gemischtes Pulver

Nach Angaben von CNN sagte Abdulmuttalab später den Ermittlern, den Sprengsatz im Jemen erhalten zu haben, verbunden mit genauen Anweisungen zu seinem Einsatz. Um was für einen Sprengsatz es sich dabei genau handelte, war zunächst unklar.

Ein Knall, eine Flamme und Feuer

Dass der Terroranschlag fehlschlug, war wohl der Ungeschicklichkeit des Attentäters - und der Geistesgegenwart einiger Passagiere - zu verdanken: "Erst gab es einen Knall, dann eine Flamme und dann sahen wir Feuer", sagte der Passagier Syed Jafry aus Ohio nach der Landung dem US-Sender CNN. Alle seien ein bisschen erschrocken. "Doch als wir uns umschauten, konnten wir zunächst nichts entdecken", so Jafry. Er saß nach eigenen Angaben in der 16. Reihe, drei Reihen hinter Abdulmutallab, und bekam ziemlich genau mit, was sich dann weiter abspielte. "Einige Leute wurden fast panisch, sie rannten auf den Brandherd zu, versuchten, an Wasser, Decken, einen Feuerlöscher zu kommen."

Verdächtiger hatte schwere Verbrennungen

Ein junger Mann hinter Jafry behielt die Nerven: Er stürmte ebenfalls nach vorne und half zunächst den anderen Passagieren, die Flammen zu ersticken. Dann packte er sich den Verdächtigen und rang ihn nieder. Besatzungsmitglieder halfen, Abdulmutallab in die erste Klasse zu zerren, um ihn von den anderen Passagieren zu isolieren. Laut Jafry hatte der junge Mann schwere Verbrennungen und wehrte sich nicht. Etwa zwanzig Minuten später landete der in Amsterdam gestartete Airbus A330 unbeschadet auf dem Flughafen von Detroit.

"Was machen Sie denn da?"

Andere Passagiere berichteten dem lokalen Nachrichtenkanal WDIV, dass der mutmaßliche Terrorist einige Zeit vorher mit einem Kissen vor dem Bauch und einer Spritze in der Hand von der Toilette auf seinen Platz zurückgekehrt sei. Kurz darauf seien von seinem Platz Rauch und Flammen aufgestiegen. Er habe einen Knall wie von einem geplatzten Luftballon gehört - "und eine Minute später hörte ich, wie eine Frau immer wieder schrie: 'Was machen Sie denn da, was machen Sie denn da'", erzählte der Passagier Elias Fawaz.

Attentäter zeigte keinen Schmerz

Während einige Flugzeuginsassen von dem Drama in der Mitte des Flugzeugs gar nichts mitbekamen, glaubte Richelle Keepman, ihre letzte Stunde habe geschlagen. Die Frau aus Wisconsin saß nur wenige Reihen vor dem Verdächtigen. Der Knall, das Feuer und das anschließende Gemenge seien "schrecklich" gewesen, erzählte sie WDIV: "Ich dachte, das war's." Zina Saiga sah noch, wie ein Mann den überwältigten Attentäter mit "heruntergelassener Hose nach vorne zog". Melinda Dennis saß in der ersten Klasse und konnte den Nigerianer genau beobachten: "Er sagte nichts. Sein Bein war ziemlich verbrannt, aber er blieb ganz ruhig, zeigte keinen Schmerz."

Sprengsatz im Jemen erhalten

Abdulmutallab sagte später in den ersten Verhören aus, er habe mit Hilfe einer mit Chemikalien gefüllten Spritze Pulver zur Explosion bringen wollen, das er an seinem Bein festgeklebt hatte. Den Auftrag für das Attentat und den Sprengsatz habe er im Jemen erhalten.

Obama ordnet zusätzliche Kontrollen an

US-Präsident Barack Obama ordnete erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für Flugreisen an, wie sein Sprecher Bill Burton mitteilte. Obama, der sich derzeit mit seiner Familie zum Weihnachtsurlaub auf Hawaii aufhält, stehe in ständigem Kontakt mit seinen Sicherheitsberatern, sagte Burton. Das Heimatschutzministerium bereitete Passagiere auf zusätzliche Kontrollen bei In- und Auslandsflügen vor.

Erinnerung an "Schuh-Bomber"

In anderen Teilen des Flugzeugs bekamen die Passagiere gar nicht genau mit, was passiert war. Die Besatzung sprach lediglich von einem "Zwischenfall", der unter Kontrolle sei. Auch eine Sprecherin der Muttergesellschaft Delta Airlines hatte zunächst lediglich berichtet, ein Passagier habe Feuerwerkskörper gezündet. Der Zwischenfall erinnert an den Fall des britischen "Schuh-Bombers" Richard Reid. Dieser hatte kurz vor Weihnachten 2001 auf einem US-Flug von Paris nach Miami versucht, in seinen Schuhen versteckten Sprengstoff zu zünden.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Strafft effektiv: der NIVEA Q10 figurformende Shorty
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • erdbeerlounge.de
  • kino.de
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018