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Sudan will Ölfeld "mit allen Mitteln" zurückerobern

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Sudan will Ölfeld "mit allen Mitteln" zurückerobern

13.04.2012, 14:40 Uhr | dpa

Sudan will Ölfeld "mit allen Mitteln" zurückerobern. Beim Streit zwischen Sudan und Südsudan geht es unter anderem um die Aufteilung der Ölvorkommen und -einnahmen.

Beim Streit zwischen Sudan und Südsudan geht es unter anderem um die Aufteilung der Ölvorkommen und -einnahmen. (Quelle: dpa)

Addis Abeba/Juba (dpa) - Der Sudan will ein gerade erst vom Südsudan erobertes Ölfeld mit allen Mitteln zurückgewinnen. "Wir werden den Süden überwältigen und uns Heglig mit Gewalt zurückholen", zitierte die Zeitung "Sudan Tribune" den sudanesischen Verteidigungsminister Abdel-Rahim Mohamed Hussein.

Die südsudanesische Armee und Rebellengruppen hatten die umstrittene, rohstoffreiche Grenzregion am Mittwoch eingenommen. Der südsudanesische Präsident Salva Kiir wies hingegen alle internationalen Aufforderungen zum Abzug seiner Truppen zurück. "Ich bin ein Staatsoberhaupt, das für sein Volk verantwortlich ist, und ich lasse mir nichts von jemandem befehlen, unter dessen Kommando ich nicht stehe", erklärte er. "Ich werde die Truppen nicht abziehen."

In den vergangenen Tagen hatten die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union Kiir zum Rückzug seiner Armee aufgefordert, um einen neuen Krieg zwischen den beiden Ländern zu vermeiden. Der Südsudan war im Juli 2011 nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg unabhängig vom Norden geworden. Noch immer ist nicht klar, zu welchem Staat ölreiche Regionen im Grenzgebiet künftig gehören sollen.

Die Präsidenten beider Länder warfen sich unterdessen gegenseitig vor, einen Krieg zu provozieren. "Obwohl der Südsudan ein gerade erst entstandener Staat ist und Stabilität, Frieden, Entwicklung und Dienstleistungen braucht (...) hat das Land einen anderen Weg gewählt", sagte der sudanesische Staatschef Omar al-Baschir in Khartum. Der Sudan habe kein Interesse an einem Krieg mit dem Nachbarstaat, "denn das ist eine Situation, in der beide Seiten nur verlieren können". Auch Kiir betonte, sein Land sei nicht an einem Krieg interessiert.

Bei dem Streit geht es unter anderem um die Aufteilung der Ölvorkommen und -einnahmen zwischen Nord und Süd. Die meisten Reserven liegen im Südsudan, der Transport läuft aber über Leitungen im Norden. Alle Versuche der Afrikanischen Union, in dem Konflikt zu vermitteln, sind bisher gescheitert.

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