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    Im Secret-Service-Skandal rollen erste Köpfe

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    Im Prostitutions-Skandal des Secret Service rollen Köpfe

    19.04.2012, 12:02 Uhr | dpa

    Im Secret-Service-Skandal rollen erste Köpfe. Ein bewaffneter Agent des Secret Service.

    Ein bewaffneter Agent des Secret Service. (Quelle: dpa)

    Washington (dpa) - Personenschützer von Barack Obama sollen bei einer Dienstreise Prostituierte mit aufs Zimmer genommen haben - einer habe nicht zahlen wollen. US-Medien werden nicht müde, peinliche Details ans Tageslicht zu bringen. Die Sache hat ein Nachspiel: Jetzt rollen erste Köpfe.

    Wie der Secret Service mitteilte, quittieren nach dem Skandal drei Angehörige den Dienst. Ein Vorgesetzter sei gefeuert worden, ein weiterer habe sich zur Pensionierung entschlossen und ein dritter Personenschützer habe seinen Rücktritt eingereicht. Acht weitere Bodyguards seien weiterhin vom Dienst suspendiert.

    Den insgesamt elf Personenschützern wird vorgeworfen, vor dem jüngsten Amerikagipfel in Kolumbien ein Trinkgelage veranstaltet und sich mit Prostituierten eingelassen zu haben. Gegen zehn US-Militärs gibt es nach Medienberichten ähnliche Vorwürfe. Die Untersuchung der Vorgänge habe erst begonnen, betont die Behörde. Verteidigungsminister Leon Panetta äußerte sich bereits empört über das "Fehlverhalten".

    Unterdessen zerren US-Medien immer mehr pikante Details der Affäre ans Tageslicht. So berichtete die "New York Times" am Donnerstag, die ganze Sache sei erst ins Rollen gekommen, als sich einer der Männer geweigert habe, der Prostituierten den gewünschten Preis für ihre Dienste zu zahlen. "Sie haben mir niemals gesagt, dass sie mit Obama hier sind", berichtete die junge Frau über den Abend.

    Die Frau habe anfangs 800 Dollar (610 Euro) verlangt, der Mann habe lediglich 30 Dollar zahlen wollen - darauf habe es Krach gegeben. Wie das Blatt weiter berichtet, sei der nächtliche Streit im luxuriösen Hotel Caribe eskaliert, Polizei und Sicherheitspersonal des Hotels hätten sich eingeschaltet. Die 24-jährige Prostituierte habe darauf ihre Preisforderung erheblich gesenkt - und schließlich umgerechnet 225 Dollar erhalten.

    Den hohen Preis begründete die Frau damit, dass sie keine gewöhnliche Prostituierte sei, sondern zum Escort Service gehöre. "Wir haben einen höheren Rang", zitiert die "New York Times" die 24-Jährige über ihre Tätigkeit im Begleitservice.

    Die Beamten waren wegen "schweren Fehlverhaltens" kurz vor dem jüngsten Amerikagipfel in Cartagena de Indias abgezogen und nach Hause geschickt worden. Obama befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in Washington. Auch er hatte "gründliche und rigorose" Aufklärung gefordert.

    Obama sagte, er erwarte von allen Regierungsangestellten ein korrektes Verhalten. "Wir repräsentieren die Vereinigten Staaten, und wenn wir in andere Länder reisen, dann erwarte ich von uns, dass wir die höchsten Standards einhalten."

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