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USA verhindern Al-Kaida-Anschlag auf Flugzeug

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USA verhindern Al-Kaida-Anschlag auf Flugzeug

08.05.2012, 10:53 Uhr | AFP, dpa, dapd

CIA verhindert Anschlag von Al-Kaida im Jemen (Screenshot: Reuters)

Die USA haben Regierungskreisen zufolge einen Selbstmordanschlag auf eine Passagiermaschine vereitelt. Das bestätigte Verteidigungsminister Leon Panetta in Washington.

 

Der US-Geheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI haben offenbar einen Bombenanschlag auf einen Passagier-Jet verhindert. Nach Angaben eines hochrangigen US-Beamten sollte ein Selbstmordattentäter in einem Linienflugzeug auf dem Weg in die USA einen Sprengsatz zünden. Die Pläne eines Al-Kaida-Ablegers im Jemen seien jedoch vorher entdeckt worden, die Bombe wurde sichergestellt. Der Verdächtige habe demnach noch kein Ziel ausgewählt und auch noch kein Ticket gekauft. Was mit dem Mann aus dem Jemen geschehen ist, blieb zunächst unklar.

Der Sprengsatz ähnelte offenbar der Bombe, mit der an Weihnachten 2009 ein Flugzeug auf dem Weg von Amsterdam nach Detroit in die Luft gesprengt werden sollte. Der Attentäter hatte die Vorrichtung damals in seiner Unterhose versteckt. Dieses Mal habe es sich jedoch um eine "nicht-metallische" Vorrichtung gehandelt. Es soll nun geprüft werden, ob sie durch die Sicherheitsschleusen am Flughafen hätte gebracht werden können.

Pläne im April aufgedeckt

US-Präsident Barack Obama sei bereits im April über den Fall unterrichtet worden und habe die Sicherheitsdienste angewiesen, "alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um sich gegen diese Art von Anschlägen zu wappnen." Das teilte die stellvertretende Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, mit.

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Unklar ist noch, wer die Bombe gebaut hat. Doch aufgrund ihrer Raffinesse vermuten Anti-Terror-Experten den Saudi-Araber Ibrahim Hassan al Asiri oder einen seiner Schützlinge hinter der Konstruktion. Al Asiri hatte die erste in einer Unterhose versteckte Bombe sowie zwei weitere Sprengsätze, die in Paketen in die USA geschickt werden sollten, entwickelt.

Erster Unterhosen-Anschlag ging schief

Bei dem früheren Anschlagsversuch des damals 23-jährigen Nigerianers Umar Farouk Abdulmutallab war zwar kurz vor der Landung ein Feuer in seiner Unterhose entstanden, der Sprengstoff explodierte aber nicht wie geplant. Abdulmutallab wurde zudem von Passagieren überwältigt.

Er hatte zuvor mit dem inzwischen getöteten radikalen muslimischen Prediger Anwar al-Aulaqi in Kontakt gestanden, der als führender Al-Kaida-Kopf auf der arabischen Halbinsel galt. Abdulmutallab war im Februar zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Zusammenhang mit Bin Ladens Tod?

Die jetzt mit Hilfe von befreundeten Geheimdiensten im Ausland sichergestellte Bombe zeige, dass Al-Kaida versuche, seine Methoden und Taktiken anzupassen, sagte der für den Anti-Terrorkampf zuständige Beamte. Ob es einen zeitlichen Zusammenhang des geplanten Anschlags mit dem ersten Jahrestag des Todes von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden gibt, ist unter Experten umstritten.

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Noch bis kurzem hatten das Weiße Haus sowie die Heimatschutzbehörde der Öffentlichkeit mitgeteilt, ihnen seien keine Attentatspläne des Terrornetzwerks gegen die USA rund um den Todestag Bin Ladens bekannt. Das Weiße Haus nahm dazu am Montag keine Stellung. Bin Laden war am 2. Mai 2011 von US-Einheiten in seinem Haus in Pakistan erschossen worden.

Al-Kaida im Jemen stärker als gedacht

Nach Bin Ladens Tod war über eine Schwächung des Terror-Netzwerks Al-Kaida spekuliert worden. Die Bombenpläne zeigen nun aber, dass es weiterhin Angriffe auf den Westen plant. Auch konnte Al-Kaida im Jemen wieder Boden gut machen und stellt dort in einigen Regionen de facto die Regierung. Die politischen Unruhen im vergangenen Jahr hatten die Zentralregierung in Sanaa geschwächt.

Doch auch die westlichen Geheimdienste, allen voran die CIA, reagieren auf die veränderte Lage. Am Sonntag wurde im Südjemen ein ranghohes Al-Kaida-Mitglied bei einem US-Drohenangriff getötet. Fahd al Kuso galt als Drahtzieher des gescheiterten Anschlags auf ein Flugzeug auf dem Weg nach Detroit an Weihnachten 2009. Der sogenannte Unterhosenbomber soll bei dem nun vereitelten Attentat als Vorbild gedient haben.

 
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