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Nach Fukushima: Japan produziert wieder Atomstrom

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Nach Fukushima: Japan nimmt erstes AKW ans Netz

05.07.2012, 08:08 Uhr | dapd

Atomkraft aus Japan: das Kraftwerk Ohi im Westen des Landes (Quelle: dpa)

Atomkraft aus Japan: das Kraftwerk Ohi im Westen des Landes (Quelle: dpa)

Nach der verheerenden Atomkatastrophe in Japan im vergangenen Jahr ist das erste japanische Atomkraftwerke wieder ans Netz gegangen. Reaktorblock Nummer drei des AKW Ohi im Westen des Landes habe am Morgen wieder begonnen, Strom zu erzeugen, teilte der Betreiber mit.

Nach dem Unglück im März 2011 hatte Japan alle 50 betriebsbereiten Reaktoren für Sicherheitsüberprüfungen vom Netz genommen. Damals hatten ein schweres Erdbeben sowie ein anschließender Tsunami zu Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi geführt. Zudem war Radioaktivität in großen Mengen ausgetreten. Gegen die Inbetriebnahme hatte es massive Proteste gegeben.

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Erst am Wochenende war der Meiler hochgefahren worden, nachdem Ministerpräsident Yoshihiko Noda dies im vergangenen Monat für die Reaktoren drei und vier des Atomkraftwerkes Ohi angeordnet hatte. Japan könne ohne Atomenergie seinen Lebensstandard nicht halten, erklärte er.

Auf Atomstrom angewiesen

Die Region um Ohi war vor dem GAU in Fukushima besonders stark auf Atomenergie angewiesen gewesen. Der Kraftwerksbetreiber Kansai Electric Power (Kepco) erklärte, dass die Inbetriebnahme der beiden Reaktoren nötig sei, um eine Energieknappheit in der zweitgrößten japanischen Stadt Osaka und anderen Regionen im Westen Japans während der heißen Sommermonate zu verhindern.

Derweil lässt der Fukushima-Betreiber Tepco trotz Protesten von Anwohnern vier Reaktoren eines beschädigten Atomkraftwerks in der Tsunami-Region reparieren. Bewohner der Region fordern die Verschrottung der Anlage Fukushima-Daini, ebenso wie die der von einer Kernschmelze betroffenen in Fukushima-Daiichi.

Fukushima I soll stillgelegt werden

Das Kraftwerk Daini wurde im März 2011 von einem kleineren Tsunami getroffen und weniger stark beschädigt. Anwohner befürchten aber, dass es unsicher ist.

Nach Angaben von Tepco sollen die vier Reaktoren in Daiichi dagegen stillgelegt werden. Über das Schicksal der Anlage in Daini sei noch nicht entschieden, erklärte Tepco-Präsident Naomi Hirose.

Quelle: dapd

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