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James Holmes: Mutmaßlicher Amokläufer von Colorado wird angeklagt

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Anklage gegen Kino-Todesschützen von Colorado

30.07.2012, 09:00 Uhr | dpa

James Holmes soll vor gut einer Woche während einer "Batman"-Vorführung in einem Kino zwölf Zuschauer erschossen und 58 weitere verletzt haben.

James Holmes soll vor gut einer Woche während einer "Batman"-Vorführung in einem Kino zwölf Zuschauer erschossen und 58 weitere verletzt haben. (Quelle: dpa)

Washington (dpa) - Kaum ein Amoklauf hat die USA derart erschüttert wie das Blutbad von Colorado. Droht dem 24-jährigen James Holmes die Todesstrafe? Noch ist die Strategie der Verteidigung völlig unklar. Ist der Angeklagte zurechnungsfähig?

Der mutmaßliche Kino-Todesschütze kann sich seit Montag auf seinen Prozess vorbereiten. Bei der Verlesung der Anklage muss er nach US-Medienberichten damit rechnen, dass ihm die Staatsanwaltschaft zwölf Morde vorwirft. Zudem dürfte die Staatsanwaltschaft den 24-jährigen James Holmes wegen versuchten Mord in Dutzenden Fällen anklagen, berichtete der Fernsehsender ABC am Montag kurz vor der Anklageverlesung vor einem Bezirksgericht in Denver. Holmes, der schon vor einer Woche wortlos und geistig abwesend vor den Richtern erschienen war, wurde erneut im Gerichtssaal erwartet. Diesmal waren indes keine Kameras erlaubt.

Die Motive, die hinter der Tat stehen, liegen nach wie vor völlig im Dunkeln. Kaum ein anderer Amoklauf hatte die Amerikaner in den vergangenen Jahren derart erschüttert wie das Blutbad während einer "Batman"-Vorstellung. Zugleich wurden Stimmen nach strengeren Waffengesetzen laut.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits erklärt, sie wolle prüfen, ob sie die Todesstrafe fordert. Im Zentrum des juristischen Ringens dürfte unterdessen die Frage stehen, ob der ehemalige Student überhaupt zurechnungsfähig ist.

Holmes soll bei einem Überfall auf ein Kino zwölf zumeist junge Zuschauer erschossen und weitere 58 verletzt haben. Außerdem hatte er nach Angaben der Polizei in seiner Wohnung Sprengfallen aufgestellt, die ebenfalls Menschen töten sollten. Er habe über Monate hinweg Waffen und Munition gesammelt, seine Tat erscheine daher sorgsam geplant. Das gilt als Mordmerkmal.

US-Medien hatten berichtete, dass Holmes in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. Auch soll er Schreiben mit angeblichen Mordplänen und Gewaltfantasien an eine Psychiaterin der Universität geschickt haben.

Bereits Holmes erstes Erscheinen vor dem Gericht vor einer Woche hatte Spekulationen über seinen mentalen Zustand angefacht. Der Ex-Student der Neurowissenschaft hatte seine Haare grellrot gefärbt und machte einen seltsam müden und abwesenden Eindruck. Er sagte kein einziges Wort und ließ seine Pflichtverteidiger sprechen.

Bis zum Beginn der Hauptverhandlung könnte es nach Ansicht von Staatsanwältin Carol Chambers bis zu einem Jahr dauern. Es sei sehr umfangreiches Beweismaterial zu prüfen. Juristische Beobachter erwarteten, dass die Todesstrafe gefordert wird. Sie muss in Colorado innerhalb von 60 Tagen nach der Anklageerhebung beantragt werden. Sie wird allerdings in dem Bundesstaat äußerst selten verhängt.

Zu einer juristischen Kontroverse dürfte es auch über die angeblichen Schreiben des Angeklagten an seine Psychiaterin kommen. Die Anwälte machten geltend, es handele sich um vertrauliche Dokumente. Die Veröffentlichung gefährde einen fairen Prozess.

Erst am Sonntag war ein weiterer Schicksalsschlag für eine Überlebende des Amoklaufs bekanntgeworden: Eine schwangere Mutter, die bei der Bluttat bereits ihre sechsjährige Tochter verloren hatte, erlitt eine Fehlgeburt. Die Frau sei in der sechsten Woche schwanger gewesen, teilte ihre Familie nach Angaben der Zeitung "Denver Post" mit.

30.07.2012, 09:00 Uhr | dpa

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