23.12.2012, 08:29 Uhr | dpa
Michelle Martin, Ex-Frau und Komplizin des belgischen Kinderschänders Marc Dutroux, sitzt am 29. (Quelle: dpa)
Brüssel (dpa) - Der Friseurbesuch der Komplizin des belgischen Mädchenmörders Marc Dutroux hat ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Brüssel prüfe nun das Vermögen von Michelle Martin, berichtete die flämische Zeitung "Het Laatste Nieuws" am Samstag.
Die Fahnder wollten bei den Ermittlungen herausfinden, ob die Ex-Frau von Dutroux sich in betrügerischer Absicht für zahlungsunfähig erklärt habe.
Der 80 Euro teure Haarschnitt hatte viele Belgier empört. Die als Mittäterin des Kinderschänders Dutroux verurteilte 52-Jährige hatte das Gefängnis erst im August nach 16 Jahren vorzeitig verlassen. Dutroux hatte in den 90er Jahren Mädchen entführt und gequält, vier Kinder starben. Martin hat den Familien der Opfer niemals Entschädigung gezahlt und lebt seit ihrer Entlassung in einem Kloster.
Der Vater eines der getöteten Mädchen, Jean Lambrecks, hat nach Informationen der Zeitung bereits vor einigen Wochen Klage gegen Martin eingereicht. Dabei gehe es um den Vorwurf der betrügerischen Privatinsolvenz. Die Justiz halte diesen Verdacht für begründet und habe deswegen nun Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: dpa
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