01.02.2013, 18:27 Uhr | dapd, AFP, dpa
Bei einem Anschlag vor der US-Botschaft in Ankara wurden mindestens zwei Menschen getötet (Quelle: Reuters)
Bei einem Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Ankara sind sind zwei Menschen getötet worden. Drei Menschen wurden verletzt, hieß es aus dem türkischen Innenministerium.
Die türkische Regierung erklärte, die Tat sei von einem 30-jährigen Mitglied aus den Reihen einer verbotenen linksradikalen Gruppe verübt worden. Zunächst war spekuliert worden, dass radikale Islamisten hinter der Tat stecken könnten.
Die Explosion ereignete sich an einem der Eingänge der Botschaft. Laut einem Bericht des Nachrichtensenders CNN zündete der Selbstmordattentäter die Bombe, als er die Sicherheitskontrolle passierte. Die Detonation habe neben ihm auch den Wachmann getötet, der den Scanner bediente.
Durch die Wucht der Explosion wurde der Stahlrahmen einer Sicherheitstür aus der Außenwand des Gebäudes gerissen. Die US-Diplomaten auf dem Gelände sollen sich zeitweise in Schutzräume zurückgezogen haben. Das Hauptgebäude der Botschaft blieb unbeschädigt.
Die türkische Regierung verstärkte die Sicherheitsmaßnahmen für diplomatische Vertretungen, auch für die in unmittelbarer Nachbarschaft des Tatorts gelegene deutsche Botschaft.
Die türkischen Behörden schickten zahlreiche Rettungswagen und Feuerwehrleute zum Tatort. Die Polizei hatte auch einen Hubschrauber im Einsatz. Sie sperrte das Gelände weiträumig ab. Medienberichten zufolge befürchteten die Behörden, dass ein möglicher zweiter Anschlag verübt werden könnte.
Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan verurteilte die Tat scharf. Er forderte zu Einigkeit und zum weltweiten gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus auf. Sein Land werde niemals in die Knie gehen, sagte er.
Nach dem Anschlag war zunächst der Verdacht aufgekommen, die Tat könne mit dem von den USA geführten Kampf gegen Terrorgruppen in Zusammenhang stehen und von Islamisten verübt worden sein.
Vor dem Anschlag auf die Botschaft hatte die türkische Tageszeitung "Milliyet" von der Festnahme eines Schwiegersohns des 2011 getöteten Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden in Ankara berichtet. Türkische Geheimdienstler sollen ihn in Ankara gefasst haben.
Der mit einem gefälschten Pass aus dem Iran in die Türkei eingereiste Mann sei nach einem Hinweis aus den USA in einem Hotel festgenommen worden. Die USA hätten seine Auslieferung beantragt, was die Türkei aber ablehne.
Quelle: dapd, AFP, dpa
zur Homepage
Die neuen Kollektionen von Top-
marken: Schuhe, Mode u.v.m. bei zalando.de - Versand gratis. mehr
Zuverlässige Bauknecht-Waschma-
schine für nur 399,- € : 6 kg Lade-
volumen & EEK: A+++. bei OTTO
Ein gutes Arbeitsklima verlangt vollen Einsatz. zum Video
Jetzt im Sale zugreifen! Kauf auf Rechnung & bereits ab 24,- € Gratisversand. bei CECIL.de