07.03.2013, 11:38 Uhr | dpa
Die Philippiner besetzten das Land in der Nähe der Ortschaft Lahad Datu vor drei Wochen, um Territorialansprüche geltend zu machen. (Quelle: dpa)
Kuala Lumpur (dpa) - Ein Militärangriff auf ein Camp mit philippinischen Landbesetzern hat in Malaysia ein Blutbad angerichtet. Sicherheitsleute fanden am Mittwoch 13 Leichen in einem geschaufelten Grab, wie Verteidigungsminister Ahmad Zahid Hamidi sagte. "Wir sind dabei, weitere Leichen zu bergen."
In dem Camp hatten sich rund 200 Menschen aufgehalten. Von ihnen fehlte jede Spur. Das Militär war nach einem Wochenende der Gewalt mit 27 Toten am Dienstag mit Kampfjets, Raketen und Bomben eingeschritten. Die bewaffneten Besetzer waren vor drei Wochen aus den benachbarten Philippinen in die ostmalaysische Provinz Sabah gekommen und hatten die Ortschaft Lahad Datu und Umgebung besetzt. Sie sind Anhänger des Sultans von Sulu, der Sabah als sein Eigentum betrachtet. Seine Vorfahren hatten das Land vor mehr als 130 Jahren verpachtet. Die britischen Kolonialherren schlugen es später Malaysia zu. In Sabah leben rund 800 000 Philippiner.
Das Militär attackierte das Camp am Dienstag aus der Luft und schickte danach Bodentruppen und Polizisten. Sie fanden aber zunächst keine der Rebellen. Am Mittwochmorgen kam es zu Schießereien. Nach Angaben des Polizeichefs eröffneten die Landbesetzer das Feuer auf anrückende Sicherheitskräfte.
Das besetzte Gebiet ist etwa eineinhalb Mal so groß wie die Insel Rügen. Ob sich Überlebende dort versteckt halten, war am Mittwoch unklar. Am Dienstag hatte eine Sprecherin des Sultans von Sulu noch gesagt, alle Besetzer seien trotz der Bombardierungen wohlauf. Für sie komme eine friedliche Aufgabe des Protests nicht infrage.
Viele der Philippiner in Sabah sind in den vergangenen Jahrzehnten vor der Gewalt im muslimischen Süden ihrer Heimat in die nahe Provinz geflohen. Rund 280 Menschen, die in der Nähe der Kampfzone lebten, flüchteten seit Dienstag. "Das war wahrscheinlich erst die erste Welle von Flüchtlingen", sagte ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde in der philippinischen Provinz Tawi-Tawi. Die philippinische Regierung hat die Besetzer mehrfach gedrängt, ihren Protest aufzugeben.
07.03.2013, 11:38 Uhr | dpa
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