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    Rebellen in Syrien wollen UN-Blauhelme angeblich freilassen

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    Rebellen in Syrien wollen UN-Blauhelme angeblich freilassen

    07.03.2013, 14:34 Uhr | dpa

    Rebellen in Syrien wollen UN-Blauhelme angeblich freilassen. Der Screenshot eines von angeblichen syrischen Rebellen am 07.

    Der Screenshot eines von angeblichen syrischen Rebellen am 07. (Quelle: dpa)

    Istanbul/Damaskus (dpa) - Die von Rebellen in Syrien verschleppten 21 philippinischen Blauhelm-Soldaten sollen angeblich bald freigelassen werden.

    Die Märtyrer-von-Jarmuk-Brigade teilte in der Nacht zum Donnerstag im sozialen Netzwerk Facebook mit: "Sie stehen so lange unter unserem Schutz, bis wir ihren Transport in ein sicheres Gebiet organisieren können." Die Vereinten Nationen sollten ihrerseits ein "Sicherheitskomitee" bilden, um die UN-Soldaten in Empfang zu nehmen, da das Gebiet im Südwesten der Provinz Daraa derzeit von den Regierungstruppen bombardiert werde. Von früheren Erklärungen zu dem Zwischenfall distanzierte sich die Führung der Brigade.

    Ein Sprecher der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee (FSA) sagte dem Nachrichtenportal "Zaman al-Wasl", er erwarte, dass die Blauhelme binnen weniger Stunden freigelassen werden. Peinlich war die Entführung vom Mittwoch für die Rebellen auch, weil am gleichen Tag der Generalstabschef der FSA, Oberst Salim Idriss, die EU-Staaten um die Lieferung moderner Waffen gebeten hatte.

    In den Internet-Foren der Revolutionäre hagelte es harsche Kritik an den Entführern. Viele Revolutionäre forderten die sofortige Freilassung der UN-Soldaten und warfen den Rebellen vor, diese hätten "dem Ansehen unserer Revolution geschadet". Die Brigade aus Daraa hat ihren Namen vom Jarmuk-Tal im Grenzgebiet zwischen Syrien, Jordanien und den von Israel besetzten Golanhöhen. Sie will am Donnerstag in dem Dorf Dschamla Dutzende bewaffneter Milizionäre des Regimes getötet und 27 Gefangene genommen haben.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte die Entführung auf das Schärfste verurteilt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte in Berlin: "Neutrales Personal der Vereinten Nationen darf nicht zum Spielball der Interessen im syrischen Bürgerkrieg werden."

    Die Regimegegner zählten bei Kämpfen am Donnerstag landesweit 32 Tote. Die meisten Opfer gab es ihren Angaben zufolge in der Provinz Idlib. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, auf einem Felsen an der syrischen Küste sei eine israelische "Spionageanlage" entdeckt worden, die aus einer Kamera, einem Satellitenübertragungsgerät und sechs großen Akkus bestanden habe. Zu dem Standort der Kamera, die angeblich auf eine "sicherheitsrelevante" Einrichtung gerichtet war, machten die Behörden keine Angaben.

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