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Winter hält Großbritannien weiter im Würgegriff

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Winter hält Großbritannien weiter im Würgegriff

23.03.2013, 16:08 Uhr | dpa

Winter hält Großbritannien weiter im Würgegriff. Schneechaos in Nordirland: Der Winter hält Großbritannien und Irland erbarmungtslos im Griff.

Schneechaos in Nordirland: Der Winter hält Großbritannien und Irland erbarmungtslos im Griff. (Quelle: dpa)

 

London (dpa) - Grimmige Kälte und Schneetreiben haben am Samstag fast ganz Großbritannien in eine Winterlandschaft verwandelt.

Nachdem bereits am Freitag Schneefälle in Nordirland zu Stromausfällen führten und Tausende Schulen geschlossen bleiben mussten, kam es auch am Samstag in vielen Teilen des Landes zu Behinderungen, wie Wetterdienst und Polizei mitteilten.

Am East-Midlands-Flughafen in der Nähe von Nottingham mussten wegen des Schnees zahlreiche Flüge gestrichen werden. Der Flughafen Leeds-Bradford im Norden Englands und der Humberside Airport im Nordosten mussten komplett geschlossen werden. Die Flüge wurden teils umgeleitet. Auch an anderen Flughäfen Großbritanniens, etwa in Manchester, kam es zu stundenlangen Verspätungen. Mehrere Zugstrecken wurden lahmgelegt, darunter die Verbindung Leeds-Carlisle.

In Nordirlands Hauptstadt Belfast waren am Freitagabend 200 000 Menschen von Stromausfällen betroffen. Umstürzende Bäume und auf den Stromkabeln haftendes Eis hätten die Leitungen zum Bersten gebracht. Auch auf einigen Inseln vor Schottland mussten die Einwohner mit Notstromaggregaten versorgt werden.

Das Fußball-Länderspiel Nordirland gegen Russland, von Freitagabend auf Samstagnachmittag verschoben, wurde in Belfast endgültig abgesagt. Im Norden von Wales mussten Hilfskräfte Ärzte und Pflegepersonal für Krankenhäuser mit Geländewagen zum Dienst fahren, nachdem Straßen unpassierbar geworden waren.

In der Nacht zum Freitag wurden in Cumbria in Nordwestengland 70 Autofahrer aus ihren Fahrzeugen geholt, nachdem sie in Schneeverwehungen stecken geblieben waren. Auch auf anderen Straßen in ganz England, Nordirland und Schottland kam es zu erheblichen Behinderungen, teilweise mussten die Verbindungen nach Schneeverwehungen gesperrt werden.

Bereits am Freitag war in Südengland eine Frau in den Trümmern ihres Hauses ums Leben gekommen. Das Haus war nach sintflutartigen Regenfällen von einem Erdrutsch mitgerissen worden.

 
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