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Reformer Ruhani gewinnt Präsidentenwahl im Iran

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Reformer Ruhani gewinnt Präsidentenwahl im Iran

15.06.2013, 18:31 Uhr | AP, dpa

Reformer Ruhani gewinnt Präsidentenwahl im Iran. Siegerpose: Hassan Ruhani wird neuer Präsident des Iran (Quelle: AFP)

Siegerpose: Hassan Ruhani wird neuer Präsident des Iran (Quelle: AFP)

Im Iran hat der reformorientierte Kandidat Hassan Ruhani mit mehr als 50 Prozent der Stimmen die Präsidentenwahl gewonnen. Das teilte das Innenministerium in Teheran mit. Damit erzielte der 64-Jährige bereits im ersten Durchgang die erforderliche absolute Mehrheit.

Insgesamt hatten sich sechs Kandidaten um die Nachfolge des bisherigen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad beworben, der gemäß Verfassung nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte.

Angaben zur Wahlbeteiligung gibt es noch nicht, es zeichnete sich im Vorfeld jedoch eine hohe Beteiligung ab - trotz vieler Boykottaufrufe. Insgesamt waren mehr als 50,5 Millionen Iraner zur Wahl eines Nachfolgers von Präsident Mahmud Ahmadinedschad aufgerufen. 

Ruhani will Atomprogramm - aber im Dialog

Ruhani gilt als gemäßigt. Er hat in der Vergangenheit die Haltung des scheidenden Präsidenten zu verschiedenen internationalen Angelegenheiten kritisiert. Der frühere Atomunterhändler vertritt die Ansicht, dass der Iran sein Atomprogramm fortsetzen und doch gleichzeitig die Spannungen zum Westen abbauen könne. 

Liberal orientierte Iraner setzen große Hoffnung auf Ruhani. Als Präsident will er ein Ende der internationalen Isolierung des Landes erreichen.

Präsident hat nur begrenzte Macht

Allerdings hat der Präsident im Iran nur begrenzte Macht. Diese liegt hauptsächlich beim konservativen islamischen Klerus und den Revolutionären Garden. Beide Institutionen bestimmen den Kurs auch beim Atomprogramm und den Beziehungen zum Westen, der seit Jahren versucht, Teherans vermutete Ambitionen auf Atomwaffen auf dem Verhandlungsweg zu stoppen.

Ruhanis Wahlslogan war Besonnenheit und Hoffnung. Nach acht Jahren Ahmadinedschad soll nach seinem Willen sowohl innen- als auch außenpolitisch ein frischer Wind wehen.

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