06.08.2013, 17:22 Uhr | dpa, AP/dpa
Hat er den Befehl zum Angriff auf US-Einrichtungen gegeben? Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri. (Quelle: AP/dpa)
Die vorübergehende Schließung der US-Botschaften in vielen Ländern der islamischen Welt und die Reisewarnung des US-Außenministeriums gehen offenbar auf ein abgehörtes Telefonat von Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri zurück. Wie die "Los Angeles Times" und der Sender CBS News übereinstimmend berichteten, hätten die Geheimdienste ein Gespräch al-Sawahiris mit seinem jemenitischen Regionalleiter Nasser al-Wahischi belauscht.
Darin habe Al-Wahischi den Befehl erhalten, ab Sonntag Angriffe gegen US-Einrichtungen zu führen, berichten beide Medien und berufen sich dabei auf US-Regierungsbeamte. Es sei um "etwas Großes" gegangen, berichtete CBS.
"Jetzt wird überlegt, ob die Al-Kaida ihren Angriff verschoben oder nur ein anderes Ziel ausgewählt hat", wurde der US-Abgeordnete Adam B. Schiff zitiert. "Ich glaube, die Geheimdienstleute wissen nicht mit Sicherheit, wo oder wann die Angriffe erfolgen könnten."
19 US-Botschaften und -Konsulate sollen noch die ganze Woche geschlossen bleiben. Im Jemen wird die Gefahrenlage als "extrem hoch" eingestuft: Dort zieht die USA nun alle Mitarbeiter bis auf eine Notbesetzung aus ihrer Botschaft ab. Zudem forderte das Ministerium alle US-Bürger auf, das Land zu verlassen. Schon am Freitag hatten die USA eine weltweite Reisewarnung herausgegeben.
Das Auswärtige Amt rief die deutschen Botschaften in der arabischen Welt für die nächsten Tage zu erhöhter Wachsamkeit auf. Deutschland, Frankreich und Großbritannien schlossen ihre Vertretungen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa.
Auch die internationale Polizeibehörde Interpol gab eine globale Warnung vor erhöhter Terrorgefahr heraus.
Derweil hat am Morgen eine US-Drohne im Zentral-Jemen vier mutmaßliche Al-Kaida-Extremisten getötet. Die von dem unbemannten Flugkörper abgeschossene Rakete traf das Fahrzeug der vier Männer in der Provinz Marib. Es brannte danach völlig aus, berichtete das jemenitische Webportal "Mareb Press".
Jemens Hauptstadt Sanaa liegt etwa 200 Kilometer vom Schauplatz der Drohnenattacke entfernt. In der zentralen Provinz Marib sowie im Süden und Osten des Landes sind Kampfverbände der jemenitischen Al-Kaida aktiv.
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06.08.2013, 17:22 Uhr | dpa, AP/dpa
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