Mehr Transparenz in der Geheimdienstarbeit
Obama kündigt Reaktionen auf die NSA-Affäre an10.08.2013, 09:53 Uhr | dpa, AP/dpa
Während die NSA-Affäre in Deutschland zum Wahlkampfthema verkommt, hat US-Präsident Barack Obama auf den Wirbel reagiert, den der Enthüller Edward Snowden auslöste. Obama versprach mehr Transparenz hinsichtlich der Überwachungsprogramme.
Zugleich verteidigte er die Relevanz der Geheimdienstarbeit im Dienste der Sicherheit: Nicht nur seine Regierung, sondern das amerikanische Volk müsse Vertrauen in diese Programme haben, sagte Obama am Freitagabend bei einer Pressekonferenz in Washington.
Nötig sei ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Schutz der Privatsphäre, erklärte der Präsident und unterstrich: "Wir können und müssen transparenter sein." Die USA seien nicht daran interessiert, normale Menschen auszuspionieren.
Obama kündigte konkrete Schritte, auch Gesetzesreformen, in Zusammenarbeit mit dem Kongress an. Eine gemeinsame Instanz soll sich vor Geheimgerichten, die die massiven Spähangriffe anordnen, dagegen aussprechen können. Bisher hört das Gericht nur von US-Justizbeamten, die eine Billigung der Abhöraktion wollen.
Die Behörden sollen künftig dem Präsidenten zufolge so viele Infos wie möglich bekannt machen. Überprüft werden soll unter anderem die Regelung zum Sammeln von Telefondaten.
Der Geheimdienst NSA soll einen eigenen Bereich einrichten, der sich mit Bürgerrechten und Datenschutz befasst. Zudem sollen Experten außerhalb der Regierung die Überwachungsprogramme bewerten.
Die Aufdeckung des Ausmaßes der globalen Internetüberwachung durch den US-Geheimdienst hat vor allem international, aber inzwischen auch in den USA große Besorgnis hervorgerufen. Bei vielen Internet-Nutzern entstand der Eindruck, dass der Abhördienst nach Belieben persönliche Daten sammeln kann.
Im US-Repräsentantenhaus war eine parteiübergreifende Initiative zur Einschränkung der Geheimdienstschnüffelei nur knapp gescheitert. Obama hatte das Vorgehen der NSA bisher stets als legal und wichtig für die Sicherheit der Bevölkerung im Kampf gegen den Terrorismus verteidigt.
10.08.2013, 09:53 Uhr | dpa, AP/dpa
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