Fauxpas in Australien
Politikerin bezeichnet den Islam als Land10.08.2013, 17:28 Uhr | t-online.de, AFP
Eine australische Politikerin hat nach einem Fauxpas zum Islam ihre Bewerbung für die Parlamentswahl im September zurückgezogen. Die 27-jährige Stephanie Banister hatte in einem Fernsehinterview erklärt, sie lehne "Islam nicht als Land ab", doch wolle sie deren Gesetze nicht in Australien angewandt sehen.
Die Kandidatin der ausländerfeindlichen One Nation Partei machte die Sache anschließend kaum besser, als sie meinte, nur zwei Prozent der Australier glaubten an "haram", wobei sie eigentlich das heilige Buch der Muslime, den Koran, meinte.
Schließlich sorgte die 27-Jährige für Verwunderung, als sie erklärte, sie unterstütze koscheres Essen für Juden. "Juden sind nicht unter haram. Sie haben ihre eigene Religion, die Jesus Christus folgt", sagte Banister dem Sender Seven Network.
Im Internet provozierten die Aufnahmen spöttische Kommentare und brachten ihr den Beinamen "Australiens Sarah Palin" ein. Palin war 2008 für die US-Republikaner als Vizepräsidentschaftskandidatin angetreten und hatte mit einer Reihe peinlicher Äußerungen für Spott gesorgt. Unter anderem hatte sie Nordkorea als US-Verbündeten bezeichnet.
10.08.2013, 17:28 Uhr | t-online.de, AFP
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