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Nach Attentat in Nizza: Wieso es immer wieder Frankreich trifft

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Anschlag in Nizza  

Wieso es immer wieder Frankreich trifft

16.07.2016, 08:09 Uhr | dpa, t-online.de, AFP, rtr

Nach Attentat in Nizza: Wieso es immer wieder Frankreich trifft. Mit einem Lkw hat ein Mann in der südfranzösischen Stadt Nizza mehr als 80 Menschen getötet. Dutzende Verletzte schweben noch in Lebensgefahr. (Quelle: dpa)

Mit einem Lkw hat ein Mann in der südfranzösischen Stadt Nizza mehr als 80 Menschen getötet. Dutzende Verletzte schweben noch in Lebensgefahr. (Quelle: dpa)

"Encore" - "schon wieder". In Nizza ist Frankreich womöglich erneut Ziel eines furchtbaren Terroranschlags geworden - trotz Ausnahmezustands und verschärfter Gesetze. Wieso haben es islamistische Fanatiker immer wieder auf unser Nachbarland abgesehen? Dafür gibt es einige Gründe.

Das Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" im Januar 2015, dann das Blutbad in der Konzerthalle Bataclan sowie Schüsse auf Bars und Restaurants in Paris im November 2015. Dazwischen unter anderem ein versuchter Anschlag auf einen Thalys-Schnellzug nach Paris.

Nun, am französischen Nationalfeiertag, mehr als 80 Tote auf der berühmten "Promenade des Anglais" in Nizza. Noch sind die Hintergründe nicht klar. Es gibt aber Indizien, die erneut in Richtung einer islamistisch motivierten Tat deuten. So oder so ist Frankreich in den vergangenen Monaten von Anschlägen brutaler getroffen worden als jedes andere europäische Land.

Gerade etwas Luft geholt

Dabei hat das Land gerade erst ein bisschen Luft geholt, weil die von Terrorfurcht begleitete Fußball-Europameisterschaft ohne Zwischenfälle über die Bühne ging. Auch ein Ende des seit acht Monaten geltenden Ausnahmezustands mit seinen umstrittenen Sonderrechten für die Behörden schien möglich.

Jetzt steht Präsident Francois Hollande wieder mit versteinerter Miene vor der Kamera. Er bringt sein Sicherheitskabinett zusammen, setzt Staatstrauer an, ruft Reservisten der Gendarmerie zur Hilfe. Der Ausnahmezustand soll nochmals um drei Monate verlängert werden. "Es ist ein langer Kampf gegen einen Feind, der weiterhin die Staaten angreifen wird, die ihre Freiheit ausleben", warnt Hollande seine Landsleute vor weiteren Anschlägen.

Frankreich kämpft an vielen Fronten

Als einer der Hauptakteure im Krieg gegen den Terror ist Frankreich so etwas wie ein natürliches Ziel der Islamisten. In Afrika sind Tausende Soldaten in verschiedenen Ländern gegen Dschihadisten im Einsatz. Zudem fliegen französische Kampfjets in Syrien und im Irak Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Tausende radikalisierte Islamisten wissen die Franzosen bereits im eigenen Land. Es sind Landsleute, meist Nachkommen von Einwanderern aus Nordafrika, ausgestattet mit einem französische Pass. Oft sind sie in keinster Weise integriert. Hoch ist stattdessen ihr Grad an Frustration. Hinzu kommen nicht selten eine kriminelle Vergangenheit und eine große Gewaltbereitschaft.

Tausende Radikale im eigenen Land

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" im Februar berichtete, soll sich die Anzahl der sogenannten Gefährder im Vergleich zu 2015 in Frankreich auf mehr als 8000 verdoppelt haben. Zum Vergleich: In Deutschland stuften die Sicherheitsbehörden im April nicht ganz 500 Personen als Gefährder ein.

Gerade Nizza wird derweil mit der radikalen Islamistenszene in Verbindung gebracht. Ein Name fällt dabei immer wieder: Oumar Diaby, besser bekannt als Omar Omsen. Der Franko-Senegalese soll viele Franzosen für den Dschihad in Syrien rekrutiert haben. Er ist der Autor zahlreicher Propagandavideos und war als selbsternannter Imam und radikaler Hassprediger in Nizza aktiv. Seit 2013 hält er sich in Syrien auf.

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