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Nordkorea: Kim Jong Un ließ offenbar Vize-Regierungschef hinrichten

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Laut Berichten aus Südkorea  

Hochrangiger Politiker in Nordkorea hingerichtet

31.08.2016, 15:27 Uhr | dpa, rtr

Nordkorea: Kim Jong Un ließ offenbar Vize-Regierungschef hinrichten. Das Videobild zeigt den stellvertretenden Regierungschef Nordkoreas Kim Yong Jin (Kreis) und Nordkoreas Herrscher Kim Jong Un (im Vordergrund). (Quelle: AP/dpa)

Das Videobild zeigt den stellvertretenden Regierungschef Nordkoreas Kim Yong Jin (Kreis) und Nordkoreas Herrscher Kim Jong Un (im Vordergrund). (Quelle: AP/dpa)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben aus dem Süden den für Bildung zuständigen stellvertretenden Regierungschef hinrichten lassen. 

Der 63 Jahre alte Kim Yong Jin, der für Bildungsfragen verantwortlich gewesen sei, sei im vergangenen Monat vor ein Erschießungskommando gestellt worden, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul. Eine Bestätigung aus Nordkorea dafür gab es nicht.

Zwei weitere hochrangige Funktionäre seien getadelt worden, erklärte das Ministerium weiter. Einer von ihnen sei der Leiter der Behörde für innerkoreanische Beziehungen. Bei dem anderen handele es sich um einen Angehörigen einer Propaganda-Behörde.

Gründe für die Erschießung nannte der Sprecher nicht. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete allerdings unter Berufung auf andere Beamte des Ministeriums, Kim Yong Jin sei "anti-revolutionäres" Verhalten vorgeworfen worden. Aus südkoreanischen Regierungskreisen verlautete, der stellvertretende Regierungschef sei wegen seiner "schlechten Sitzposition" im nordkoreanischen Parlament aufgefallen, bei einem Verhör seien dann noch weitere Vergehen aufgedeckt worden.

Zahlreiche politische Säuberungen

Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes wurden seit der Machtübernahme Kim Jong Uns Ende 2011 zahlreiche hochrangige Funktionäre Opfer politischer Säuberungen. Ende 2013 wurde Kims Onkel Jang Song Thaek wegen des Vorwurfs des Hochverrats hingerichtet. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte die Hinrichtung bestätigt.

Oft erweisen sich Berichte aus Südkorea über die angebliche Exekution von hochrangigen Funktionären in dem weithin isolierten Nachbarland im Nachhinein als falsch. Im Mai war der angeblich im Februar hingerichtete frühere Armeechef Ri Yong Gil wieder aufgetaucht.

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