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Quebec: Terroranschlag auf Moschee in Metropole in Kanada

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Quebec in Kanada  

Mehrere Tote bei Terroranschlag auf Moschee

30.01.2017, 19:25 Uhr | dpa, AFP

Quebec: Terroranschlag auf Moschee in Metropole in Kanada. Polizisten sichern die Gegend um die Moschee, in der die Schüsse fielen. (Quelle: dpa)

Polizisten sichern die Gegend um die Moschee, in der die Schüsse fielen. (Quelle: dpa)

Mutmaßliche Terroristen haben während des Abendgebets eine Moschee in der kanadischen Ostküstenmetropole Quebec gestürmt und mehrere Menschen erschossen. Es gab anschließend Festnahmen.

Insgesamt seien sechs Menschen getötet und acht weitere verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Opfer seien zwischen 35 und 70 Jahre alt.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau bezeichnete die Bluttat als Terrorakt. "Wir verurteilen dieses terroristische Attentat auf Muslime in einem Gotteshaus", sagte er. Welchen Hintergrund die Tat hat, ist aber nicht bekannt.

Bei dem Angriff geht die Polizei nur noch von einem Täter aus. Der zweite Verdächtige, der festgenommen worden war, werde in den Ermittlungen als Zeuge behandelt, teilte die Polizei mit. Die beiden seien Ende 20 oder Anfang 30 Jahre alt.

Auf betende Menschen gefeuert 

"Die Lage ist unter Kontrolle", sagte Polizeisprecher David Poitras am späten Abend, nachdem die Sicherheitskräfte mit einem Großaufgebot angerückt waren. "Die Umgebung wurde gesichert, und wir haben alle Gebäude evakuiert."

Radio Canada zufolge hielten sich zum Tatzeitpunkt Dutzende Menschen in der Moschee im Viertel Sainte-Foy auf. Ein Augenzeuge sagte dem Sender, zwei maskierte Männer hätten das Gebäude gestürmt und das Feuer auf die Betenden eröffnet, während sie "Allahu Akbar" (Gott ist groß) riefen. Auch mehrere Kinder hätten den Angriff miterlebt.

Nicht der erste Angriff 

"Es ist entsetzlich", sagte der Moschee-Vorsitzende Mohammed Yangui. "Diese Menschen kommen jeden Tag friedlich zum Beten, aber jetzt werden einige von ihnen nie wieder vom Gebet nach Hause zurückkehren. Ich bin schockiert, mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, was ich fühle."

Yangui wies darauf hin, dass seine Moschee in der Vergangenheit schon mehrfach Ziel von Angriffen gewesen sei. Im Juni wurde etwa ein abgetrennter Schweinekopf im Eingangsbereich der Moschee abgelegt.

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