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Konflikte: Großrazzia gegen den IS in der Türkei - rund 400 Festnahmen

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Konflikte  

Großrazzia gegen den IS in der Türkei - rund 400 Festnahmen

05.02.2017, 15:36 Uhr | dpa

Konflikte: Großrazzia gegen den IS in der Türkei - rund 400 Festnahmen. Türkische Polizisten einer Anti-Terror-Einheit brechen in Adiyaman eine Tür auf.

Türkische Polizisten einer Anti-Terror-Einheit brechen in Adiyaman eine Tür auf. Mit Razzien in mehreren türkischen Städten und Provinzen ist die Polizei gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgegangen. Foto: Mahir Alan. (Quelle: dpa)

Istanbul (dpa) - Mit Razzien in mehreren Städten und Provinzen der Türkei ist die Polizei gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgegangen. Dabei wurden insgesamt rund 400 Verdächtige festgenommen und zahlreiche Wohnungen durchsucht, berichtete die Nachrichtenagentur DHA.

Alleine in der Grenzprovinz Sanlifurfa habe die Polizei 150 Syrer in Gewahrsam genommen worden. In der Hauptstadt Ankara seien 60, in der zentraltürkischen Provinz Konya 75 Verdächtige festgenommen worden.

Weitere Razzien gab es unter anderem in der Metropole Istanbul, im westtürkischen Izmir und im südtürkischen Adana. Unter den Verdächtigen sind laut DHA viele Ausländer. Ihnen wird unter anderem die Planung von Anschlägen in der Türkei vorgeworfen.

Auch ein mutmaßlicher IS-Anhänger aus Bremen wurde festgenommen. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag entsprechende Medienberichte. Laut Bild.de wurde auch ein aus Hamburg stammender IS-Anhänger in der Türkei festgenommen.

Nach Angaben der türkischen Zeitung "Habertürk" von Januar wurden die beiden bei einer Polizeirazzia in der türkischen Hauptstadt Ankara in Polizeigewahrsam genommen. Adnan S. soll unter dem Decknamen Aleksandar Mitic agiert haben. Zulhajrat S. stammt nach Angaben von "Habertürk" aus Makedonien.

Die beiden sollen Anschläge in Europa vorbereitet haben. Die Staatsanwaltschaft in Ankara werfe ihnen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vor und fordere bis zu 22,5 Jahre Haft, berichtete "Habertürk" weiter. Wann genau der Zugriff erfolgte, war zunächst unklar. Die türkische Führung macht den IS für zahlreiche Terroranschläge im Land verantwortlich. Der IS bekannte sich zudem zu dem Anschlag auf den Istanbuler Club Reina vor etwas mehr als einem Monat. In der Silvesternacht hatte ein Angreifer im Club um sich geschossen und 39 Menschen getötet.

Die Polizei nahm im Anschluss zahlreiche Verdächtige in Untersuchungshaft, der aus Usbekistan stammende Hauptverdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam. Ob die aktuellen Razzien im Zusammenhang mit dem Reina-Angriff stehen, war zunächst unklar.

Unter anderem schreibt die türkische Führung dem IS noch einen schweren Anschlag auf den Istanbuler Atatürk Flughafen im vergangenen Juni und ein Attentat auf eine Hochzeitsfeier im südtürkischen Gaziantep zu.

Die türkische Armee kämpft seit August im Nachbarland Syrien gegen den IS. Anadolu berichtete am Sonntag, die türkische Luftwaffe habe in den vergangenen 24 Stunden Luftschläge in der nordsyrischen Region Al-Bab geflogen. 33 IS-Kämpfer seien "neutralisiert" - also getötet, verletzt oder gefangen genommen - worden.

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