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Aleppo /Syrien: Wer verantwortet 42 Tote bei Luftangriff auf Moschee?

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Westlich von Aleppo  

Mindestens 42 Tote bei Luftangriff auf Moschee

17.03.2017, 15:43 Uhr | dpa

US-Militär verantwortlich für Luftangriff nahe Moschee (Screenshot: YouTube/Qasioun)
US-Militär verantwortlich für Luftangriff nahe Moschee

Das US-Militär hat die Verantwortung für den Luftangriff nahe einer Moschee in Syrien übernommen.

US-Militär verantwortlich für Luftangriff nahe Moschee (Quelle: YouTube/Qasioun)


Bei einem Luftangriff auf eine Moschee nahe der Großstadt Aleppo im Norden Syriens sind Aktivisten zufolge mindestens 42 Menschen getötet worden.

Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Abend mit. Dutzende Menschen seien verletzt worden. Viele von ihnen lägen noch unter den Trümmern des Gebäudes. Aktivisten sprachen noch einer noch höheren Zahl an Todesopfern.

Menschen waren beim Abendgebet

Getroffen wurde demnach eine Moschee in dem von Rebellen kontrollierten Ort Al-Dschinnah westlich von Aleppo, während dort Gläubige zum Abendgebet zusammengekommen waren. Aktivisten berichteten, es seien etwa 300 Menschen in der Moschee gewesen. Bilder zeigten Leichen auf dem Boden des Gebäudes. In der Region sind zahlreiche Vertriebene untergekommen, die im vergangenen Jahr aus dem heftig umkämpften Aleppos geflohen war.

Unklar ist noch, wer für den Angriff verantwortlich ist. Die US-geführte internationale Koalition, aber auch das Assad-Regime und sein Verbündeter Russland greifen in Syrien immer wieder extremistische Gruppen an. Dazu zählt die Al-Kaida-nahe Miliz Tahrir-al-Scham-Front (Ex-Al-Nusra-Front), die im Norden und Nordwesten Syriens Stellungen hat. Seit Anfang des Jahre sind bei Luftschlägen Dutzende Anführer der Gruppe getötet worden. Regelmäßig kommt es bei solchen Angriffen auch zu zivilen Opfern.

Waffenruhe gilt seit Dezember

Im Bürgerkriegsland Syrien gilt eigentlich seit Ende Dezember eine Waffenruhe. Trotzdem kommt es immer wieder zu Luftangriffen gegen Rebellen. Ausgenommen von der Waffenruhe sind neben der Tahrir-al-Scham-Front auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Die Opposition war in dieser Woche neuen Verhandlungen über eine Stärkung der Waffenruhe in der kasachischen Hauptstadt Astana ferngeblieben. Sie protestierte damit gegen Verstöße gegen die Feuerpause, die sie der Regierung und ihrem Verbündeten Russland vorwerfen.

Seit sechs Jahren Krieg

Erst am Mittwoch waren in der von Rebellen kontrollierten Stadt Idlib im Nordwesten Syriens bei einem Luftangriff 26 Menschen ums Leben gekommen, darunter 14 Kinder. Die Menschenrechtsbeobachter gingen davon aus, dass dafür russische Flugzeuge verantwortlich waren.

Der Syrien-Konflikt hatte sich in dieser Woche zum sechsten Mal gejährt. Er war im März 2011 mit Protesten gegen die autoritäre Regierung ausgebrochen. In dem Bürgerkrieg sind mindestens 400 000 Menschen ums Leben gekommen.

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