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Kim Jong Uns Halbbruder: Prozess um Giftmord an Kim Jong Nam hat begonnen

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Hintermänner auf der Flucht  

Wird der Giftmord an Kims Halbbruder aufgeklärt?

02.10.2017, 10:26 Uhr | dpa, AFP, AP, jmt

Kim Jong Uns Halbbruder: Prozess um Giftmord an Kim Jong Nam hat begonnen. Malaysia klagt die mutmaßlichen Kim-Attentäterinnen an. Ihnen droht die Todesstrafe. (Quelle: AP/dpa)

Malaysia klagt die mutmaßlichen Kim-Attentäterinnen an. Ihnen droht die Todesstrafe. (Quelle: AP/dpa)

Vor einem Gericht in Malaysia hat der Prozess wegen des Giftmords am Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un begonnen. Den beiden angeklagten Frauen aus Vietnam und Indonesien wird zur Last gelegt, Kim Jong Nam mit dem Nervengas VX getötet zu haben.

Der Prozess findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die beiden Angeklagten wurden in Handschellen und schusssicheren Westen in den Verhandlungssaal geführt. Rund 200 Sicherheitskräfte bewachten das Gerichtsgelände.

Angeklagten droht Todesstrafe

Die Frauen werden beschuldigt, Kims Halbbruder Kim Jong Nam im Februar auf dem Flughafen der malaysischen Hauptstadt  Kuala Lumpur das Gift ins Gesicht gesprüht zu haben. Bei einer Verurteilung droht ihnen die Todesstrafe. Sie plädierten auf unschuldig.

"Die Beweise belegen eindeutig, dass ihre Handlungen den Tod des Opfers verursacht haben", sagte Staatsanwalt Muhamad Iskandar Ahmad. Er kündigte an, 30 bis 40 Zeugen zu laden – darunter auch Mediziner, die mehr Erkenntnisse über die Todesursache Kims erklären sollen. Die Tat wurde aber zudem von Überwachungskameras aufgezeichnet.

Die beiden 25 und 29 Jahre alten Frauen behaupten, von Fremden angeheuert worden zu sein und anfangs alles nur für einen Scherz gehalten zu haben. Sie seien von Fernsehaufnahmen für eine Art "Versteckte Kamera" ausgegangen, Von den mutmaßlichen Hintermännern der Tat ist niemand in Haft. Vermutet wird, dass die Führung in Pjöngjang hinter dem Anschlag steckt. Pjöngjang bestreitet das.

Vier Verdächtige verließen Malaysia nach der Tat

Die Anwälte der Frauen beantragten am ersten Prozesstag die Offenlegung der Namen von vier Personen, die nach der Attacke auf Kim Malaysia verlassen hatten, und laut Gerichtsunterlagen ein Interesse daran gehabt hätten, dass er sterbe. "Ein fairer Prozess muss das Recht darauf, das zu wissen, beinhalten", sagte der Anwalt der Indonesierin vor Gericht. Die Anklage müsse klar und nicht verschwommen sein. 

Der Fall hatte die Beziehungen zwischen Malaysia und Nordkorea schwer belastet. Kim Jong Nam war der ältere Halbbruder des amtierenden Machthabers, war aber bei der nordkoreanischen Führung vor längerer Zeit in Ungnade gefallen. Der 45-Jährige lebte seit Jahren außerhalb Nordkoreas. Mehrfach äußerte er sich kritisch über sein Heimatland. Als Regimegegner galt er jedoch nicht.

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