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Stuhl des Friedensnobelpreisträgers bleibt leer

10.12.2010, 18:58 Uhr | dapd

. Preisverleihung ohne Preisträger: Der chinesische Dissident Liu Xiaobo sitzt in Haft (Foto: Reuters)

Preisverleihung ohne Preisträger: Der chinesische Dissident Liu Xiaobo sitzt in Haft (Foto: Reuters)

Bei der Verleihung des Friedensnobelpreises am Freitag in Oslo ist der Platz des ausgezeichneten chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo leer geblieben. Die chinesischen Behörden haben Lius Anhänger und auch seine Ehefrau Liu Xia unter Hausarrest gestellt, damit niemand den Preis für ihn entgegen nehmen kann. Liu verbüßt zurzeit eine elfjährige Haftstrafe und darf nicht ausreisen.

Die beiden Nachrichtensender BBC und CNN waren in China vorübergehend nicht empfangbar. Von ihnen ausgestrahlte Berichte über Liu und die Übertragung der Verleihungszeremonie bekamen die chinesischen TV-Zuschauer deshalb nicht zu sehen. Außerdem waren einige Nachrichtenseiten im Internet von China aus nicht mehr zugänglich.

Chinesische Sicherheitskräfte gehen gegen Aktivisten vor

Der Sekretär des Nobelkomitees, Geir Lundestad, erklärte, der leere Stuhl bei der Zeremonie symbolisiere, wofür Liu den Preis erhalte. Es ist das erste Mal seit 1936, als Nazi-Deutschland Carl von Ossietzky eine Reise zur Entgegennahme des Preises verweigert, dass der Friedensnobelpreis nicht übergeben werden kann.

Die chinesische Polizei umstellte am Donnerstag Lius Haus in Peking. Die Beamten kontrollierten die Ausweise von allen, die die Wohnanlage betreten wollten. Etliche Journalisten außerhalb der Anlage wurden von der Polizei in einen gesonderten Bereich gesperrt. Sicherheitskräfte haben zahlreiche, als Oppositionelle bekannte Aktivisten zum Verlassen der Hauptstadt gedrängt.

Druck auf Diplomaten

In der norwegischen Hauptstadt Oslo kam es am Donnerstagabend zu antichinesischen Protesten. Etwa 100 Demonstranten zogen in Richtung der chinesischen Botschaft und forderten die Freilassung des Regierungskritikers. Sie wollten in der Botschaft eine Petition mit über 100.000 Überschriften für Liu überreichen, wurden von der Polizei aber vor dem Botschaftsgelände abgedrängt.

Die chinesischen Behörden haben außerdem Druck auf ausländische Diplomaten ausgeübt, nicht an der Zeremonie in Oslo teilzunehmen. China und 17 Länder haben eine Teilnahme abgelehnt, darunter Russland, Pakistan, der Iran, Venezuela und Kuba.

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