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    UN fordern das Ende der Kämpfe im Sudan

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    UN fordern das Ende der Kämpfe im Sudan

    23.05.2011, 12:07 Uhr | dapd

    UN fordern das Ende der Kämpfe im Sudan. Flüchtlinge aus der sudanesischen Krisenregion leben in einem Lager in Khartum (Foto: dpa)

    Flüchtlinge aus der sudanesischen Krisenregion leben in einem Lager in Khartum (Foto: dpa)

    Der Sudan könnte unmittelbar vor der Teilung des Landes in einen neuen Bürgerkrieg abrutschen - das fürchten der UN-Sicherheitsrat und der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon. Sie haben Nord- und Südsudan aufgefordert, die Kämpfe zu stoppen und ihre Truppen zurückzuziehen.

    Nach einem Angriff auf einen Konvoi der nordsudanesischen Streitkräfte am Donnerstag sind Einheiten des Nordens in die umstrittene Grenzregion Abyei eingedrungen und haben am Wochenende die gleichnamige Stadt besetzt. Sowohl der Norden als auch der Süden des Sudans erheben Anspruch auf die fruchtbare Region, die in der Nähe einiger großer Ölfelder liegt.

    Nach Angaben der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" sind in den vergangenen Tagen mindestens 20.000 Menschen - fast alle Einwohner von Abyei - aus der Stadt geflohen.

    Lösung noch vor der Unabhängigkeit

    Der UN-Sicherheitsrat veröffentlichte am Sonntag eine Erklärung, in der er beide Seiten für die Gewalt verantwortlich macht. Der Sicherheitsrat verlangte "den unverzüglichen Rückzug aller militärischen Elemente aus Abyei" und rief beide Seiten dazu auf, die Lage zu beruhigen, das Friedensabkommen von 2005 einzuhalten und sich für eine politische Lösung der Frage um den Status Abyeis einzusetzen.

    UN-Generalsekretär Ban schloss sich den Forderungen des Sicherheitsrats an und mahnte, die Führer des Nordens und des Südens sollten sich an ernst gemeinten Verhandlungen beteiligen, um noch vor der Unabhängigkeitserklärung des Südens eine Lösung in der Abyei-Frage zu erzielen.

    Überwachung durch Satelliten

    Schon zuvor hatte Hollywood-Schauspieler George Clooney ein Projekt für die Satellitenüberwachung der Region Abyei ins Leben gerufen, in der Furcht, sie könnte ein Brennpunkt sein, der das Land wieder in den Bürgerkrieg hineinzieht.

    Der Südsudan wird am 9. Juli zum unabhängigen Staat. Die Entscheidung wurde im Januar in einem Referendum getroffen, das Teil eines Friedensabkommens aus dem Jahr 2005 ist. Es beendete damals den über zwei Jahrzehnte andauernden Bürgerkrieg, der mehr als zwei Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Über den Status von Abyei wurde bislang allerdings noch nicht entschieden.

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