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    Polizei in Bahrain schießt auf Trauergemeinde

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    Polizei in Bahrain löst Schiitenproteste gewaltsam auf

    14.04.2012, 13:13 Uhr | AFP, dapd

    Im Golfstaat Bahrain ebbt die Welle der Gewalt auch eine Woche vor dem geplanten Formel-1-Rennen in dem Wüstenstaat nicht ab. Bei Protesten von Schiiten haben Sicherheitskräfte einen Jugendlichen angeschossen und schwer verletzt.

    Der 15-Jährige wurde nach der Demonstration auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt, teilte die schiitische Oppositionsbewegung Al-Wefak mit. Demnach gab es noch mehrere weitere Verletzte, als Sicherheitskräfte nahe der Hauptstadt Manama mit Schüssen und Tränengas gegen die Demonstranten vorgingen.

    Polizei schoss auf Trauergemeinde

    Die Auseinandersetzung hatte sich nach Angaben von Augenzeugen daran entzündet, dass die Demonstranten daran gehindert werden sollten, am Begräbnis eines Ende März getöteten Journalisten teilzunehmen. Der 22-Jährige war erschossen worden, als er in dem Dorf Salmabad eine Kundgebung der Opposition filmte.

    Obwohl die Bevölkerung Bahrains mehrheitlich schiitisch ist, wird das Land seit Jahrhunderten von einer sunnitischen Dynastie beherrscht. Die Schiiten klagen über vielfältige Benachteiligungen im Alltag. Mitte Februar 2011 hatten Proteste gegen das Herrscherhaus begonnen. Einen Monat später wurden sie mit Hilfe saudiarabischer Truppen blutig niedergeschlagen, 35 Menschen starben.

    Amnesty: Lage in Bahrain unverändert schlecht

    Erst am Freitag hatte der Automobil-Weltverband FIA angekündigt, dass das umstrittene Formel-1-Rennen in Bahrain am Sonntag kommender Woche stattfinden soll. Im vergangenen Jahr war es wegen der Proteste abgesagt worden.

    In einem aktuellen Bericht von Amnesty International  heißt es, die Lage in Bahrain habe sich seit 2011 nicht verbessert: "In den vergangenen Monaten haben die Machthaber in Bahrain sich mehr darum gekümmert, ihr Image zu reparieren und viel Geld in PR-Aktivitäten gesteckt, als richtige Menschenrechte und politische Reformen durchzusetzen", heißt es unter anderem in dem Bericht.

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