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Ägypten: Mursi beschimpfte Israelis in Interview

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"Nachfahren von Affen und Schweinen"

16.01.2013, 11:17 Uhr | t-online.de, dapd, AFP

Ägypten: Mursi beschimpfte Israelis in Interview . In seiner Zeit als Muslimbruder hetzte Mursi gegen Israel (Quelle: dpa)

In seiner Zeit als Muslimbruder hetzte Mursi gegen Israel (Quelle: dpa)

 

Das Image von Mohammed Mursi als Staatsmann steht auf dem Spiel: Das ägyptische Fernsehen hat vergangene Woche ein auf das Jahr 2010 datiertes Video ausgestrahlt, in dem der ägyptische Präsident als Führungsperson der Muslimbrüder seine Landsleute dazu aufrief, ihrem Nachwuchs den Hass auf Israel frühzeitig einzuimpfen.

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Monate später bezeichnete er Zionisten in einem TV-Interview als "Blutsauger", die Palästinenser angriffen und "Nachfahren von Affen und Schweinen" seien.

Die Ausschnitte des Interviews aus dem Jahr 2010 wurden von dem in Washington ansässigen Middle East Media Research Institute veröffentlicht, das arabischsprachige Medien im Nahen Osten beobachtet.

"Wir müssen ihnen mit allen Formen des Widerstandes widerstehen. Ein militärischer Widerstand gegen diese zionistischen Kriminellen, die das Land Palästina und die Palästinenser angreifen", sagte Mursi damals dem TV-Kanal Kuds.

Mursis Aussagen sorgen international für Aufruhr. Erst im August 2012 hatte der ägyptische Präsident erklärt, dass Ägypten an die internationalen Verträge halten würde - also auch an den 1979 geschlossenen Friedensvertrag mit Israel.

Im Oktober letzten Jahres hatte Mursi zudem in einem Brief an Israel erklärt, er wolle "die guten Beziehungen erhalten und stärken, die glücklicherweise zwischen unseren Ländern bestehen".

Scharfe Kritik an Mursis Äußerungen

Die USA haben Mursi wegen seiner antisemitischen Aussagen nun scharf kritisiert. Die Wortwahl sei "zutiefst beleidigend", erklärte das US-Außenministerium. Mursi müsse die Aussagen umgehend zurücknehmen.

Mursi ist der erste frei gewählte Staatschef Ägyptens. Der Politiker entstammt der islamistischen Muslimbruderschaft, aus der er nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl im Juni 2012 austrat.

 
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