15.04.2013, 12:20 Uhr | dpa, t-online.de
Der Syrien-Konflikt wird zusehends durch islamische Ideologien verschärft. Links ist eine Fahne der nun mit Al-Kaida verbündeten Al-Nusra-Front zu sehen (Quelle: AFP)
Anfangs hat der gemeinsame Kampf gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad die Rebellen in Syrien zusammengeschweißt. Doch nachdem irakische Angehörige des Terrornetzwerks Al-Kaida ihre Vereinigung mit der Al-Nusra-Front in Syrien bekanntgegeben haben, werden die ideologischen Konflikte immer offener ausgetragen.
Ein im jordanischen Amman ansässiger Angehöriger der syrischen Opposition sagte dem Nachrichtensender Al-Arabija, die jüngsten Äußerungen aus den Reihen der militanten Islamisten seien kontraproduktiv, "weil die internationale Gemeinschaft jetzt noch weniger geneigt sein wird, moderne Waffen an die Revolutionäre zu liefern".
In dem Punkt war es zuletzt innerhalb der EU zum Streit gekommen, weil Großbritannien und Frankreich dazu tendierten, Waffen liefern zu wollen, während Deutschland und die übrigen Staaten das ablehnten. Russland gilt nach wie vor als Unterstützer des Assad-Regimes.
Assads Position wird einerseits immer schwächer, andererseits durch die Zerwürfnisse innerhalb der Opposition gestärkt. Außerdem stellt sich die Frage, inwiefern ein angesichts einer Opferzahl von inzwischen mehr als 72.000 Menschen allgemein ersehnter endgültiger Sturz Assads nicht im Chaos münden würde.
Die Nationale Syrische Koalition, von der Arabischen Liga und auch zahlreichen westlichen Staaten als offizielle Volksvertreter anerkannt, hatte die Al-Nusra Front zuvor aufgefordert, "in den Reihen der nationalistischen Syrer zu bleiben, ihre Anstrengungen im Kampf gegen das Assad-Regime fortzusetzen und die Freiheit aller syrischen Glaubensgemeinschaften zu schützen".
Der vermeintliche Befreiungskampf wandelt sich aber zusehends in einen Religionskrieg, und Syrien wird zum Spielball vor allem der verfeindeten muslimischen Konfessionen. Was im März 2011 als friedlicher Aufstand gegen Assad begonnen hatte, ist längst blutig ausgeartet.
Assad gehört der muslimischen Minderheit der Alawiten im mehrheitlich sunnitischen Syrien an. Als Rebellen kämpfen vor allem sunnitische Muslime, viele sind aus anderen Ländern freiwillig ins Land gekommen - auch Dschihadisten.
Unterstützt wird das Ganze von einflussreichen sunnitischen Staaten wie Saudi-Arabien und Katar, währen die schiitisch dominierten Verbündeten Iran und Irak auf ein Überleben des Assad-Regimes hoffen. In Syrien leben zudem Drusen und Christen.
15.04.2013, 12:20 Uhr | dpa, t-online.de
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