22.07.2013, 12:27 Uhr | dpa, AFP
Nach eigenen Angaben konnten die irakischen Sicherheitskräfte den Ansturm auf die Gefängnisanlage Abu Ghraib abwehren. (Quelle: dpa)
Bombenanschläge ohne Unterlass und Terror gegen die Regierung: Bei Angriffen auf Gefängnisse haben Aufständische nach eigenen Angaben tausende Insassen befreien können.
Das Innenministerium gab jedoch an, dass Sicherheitskräfte zwei Angriffe auf Gefängnisse nahe der Hauptstadt Bagdad vereiteln konnten. Mit Unterstützung aus der Luft seien die Angreifer auf Abu Ghraib und Tadschi zurückgeschlagen worden. Dabei sollen bis zu 40 Menschen ums Leben gekommen sein.
Das durch 2004 publik gewordene US-Folterskandale berüchtigte Gefängnis Abu Ghraib befindet sich westlich der Hauptstadt, Tadschi im Norden.
Der irakische Ableger des internationalen Terrornetzwerks Al-Kaida hatte vor einem Jahr angekündigt, landesweit muslimische Gefangene befreien zu wollen. Im Rahmen eines groß angelegten Angriffs auf das Justizsystem sollten zudem Richter, Ermittler und Wachen getötet werden.
Bei einer Bombenserie in Bagdad und anderen Teilen des Landes sind am Wochenende über 80 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 125 Menschen wurden verletzt. Krankenhausmitarbeiter bestätigten die Opferzahlen.
Allein in der Hauptstadt kamen bei insgesamt zwölf Bombenanschlägen in mehreren überwiegend von Schiiten bewohnten Geschäftsvierteln in Bagdad mindestens 57 Menschen ums Leben, wie die Polizei mitteilte.
Den Angaben zufolge begannen die Explosionen nach dem Fastenbrechen, als viele Menschen in den Geschäften Einkäufe erledigten oder sich in Cafés und Restaurants ausruhten. Der Abend sei die geschäftigste Zeit, sagte ein Kleidungshändler vor Ort. Er wisse nicht, wer für die Taten verantwortlich sei, doch eines sei sicher: "Unser Volk blutet jeden Tag", sagte er.
Weitere Todesopfer gab es bei Anschlägen in den Städten Mossul, Biasmaija und Madain. In der Stadt Kirkuk nördlich von Bagdad überfielen Bewaffnete einen Kontrollpunkt kurdischer Sicherheitskräfte und töteten mindestens fünf Menschen.
Zunächst bekannte sich niemand zu den Taten. Anschläge auf Schiiten gehören jedoch zu den Taktiken, die vom Terrornetzwerk Al-Kaida eingesetzt werden. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte, die Koordination der Bombenexplosionen in Bagdad weise auf eine Verbindung zu Al-Kaida hin.
Derzeit läuft der islamische Fastenmonat Ramadan. Seit dessen Beginn am 10. Juli sind im Irak bei Anschlägen nach Zählungen mindestens 284 Menschen ums Leben gekommen. Erst kürzlich waren bei einer Bombenexplosionen in einer sunnitischen Moschee in der Provinz Dijala 22 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.
22.07.2013, 12:27 Uhr | dpa, AFP
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