02.08.2013, 14:09 Uhr | AFP, dpa
Eine Drohne vom Typ MQ-1 Predator der US Air Force : Die USA wollen ihre Angriffe bald einstellen (Quelle: dpa)
Die umstrittenen Drohnenangriffe der US-Armee in Pakistan könnten schon bald Geschichte sein. "Ich denke, das Programm wird enden, weil wir die größten Gefahren abgewehrt haben", sagte US-Außenminister John Kerry zum Abschluss seines Besuchs in Islamabad im pakistanischen Fernsehen. "Wir hoffen, das wird sehr, sehr bald sein."
Präsident Barack Obama habe einen "sehr realen Zeitplan" dafür, sagte Kerry laut dem US-Ministerium in dem Gespräch. Obama hatte im Mai von "bedeutenden Fortschritten" im Kampf gegen Al-Kaida gesprochen und angekündigt, die Angriffe zu reduzieren.
Kerrys Sprecherin Jennifer Psaki erklärte, dass die Zahl der Drohnenangriffe bereits abgenommen habe. Für ein Ende der Einsätze gebe es aber "keinen genauen Zeitplan".
Die USA greifen immer wieder Stützpunkte der radikalislamistischen Taliban im Grenzgebiet zu Afghanistan mit den unbemannten Flugzeugen an. Seit dem Jahr 2004 sind bei diesen Angriffen 3500 Menschen getötet worden, unter ihnen viele unschuldige Zivilisten.
Die Beziehungen zwischen Pakistan und den USA sind deshalb seit geraumer Zeit geradezu feindselig. Besonders die unangekündigte Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden durch ein US-Spezialkommando in Pakistan im Mai 2011 sorgte für Verstimmung.
Bei seinem Besuch in Pakistan versuchte Kerry nun, die Eiszeit zu beenden und mit der neuen Regierung den strategischen Dialog wiederaufzunehmen. Unter anderem lud er den neuen Regierungschef Nawaz Sharif nach Washington ein. Dabei soll es im Herbst auch ein Treffen Sharifs mit US-Präsident Barack Obama geben. Kerry ist der ranghöchste US-Vertreter, der Pakistan seit der Wahl Sharifs zum Regierungschef im Mai besuchte.
Kerry stellte Pakistan auch Wirtschaftshilfe in Aussicht. "Ich habe eine einfache Botschaft, die besagt, dass die USA sich einem langfristigen Verhältnis zum pakistanischen Volk verpflichtet fühlen", sagte er. "Nicht nur bei der Bekämpfung des Terrorismus, sondern an diesem kritischen Punkt beim Wiederaufbau der pakistanischen Wirtschaft auch in den Bereichen Bildung, Energie, Handel und Investitionen."
02.08.2013, 14:09 Uhr | AFP, dpa
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