02.08.2013, 17:22 Uhr | dpa
Kurz vor der Amtseinführung des neuen iranischen Präsidenten Hassan Ruhani hat sich der Ton zwischen Iran und Israel wieder verschärft. Ruhani soll Israel als "Wunde" im Fleisch der islamischen Staaten, die beseitigt werden müsse, bezeichnet haben und löste damit Empörung in Israel aus.
"Die islamische Welt muss gegenüber dem zionistischen Regime Einheit zeigen, da dieses Regime eine alte Wunde ist, die seit Jahren in ihrem Körper steckt und beseitigt werden muss", wurde Ruhani von der iranischen Nachrichtenagentur ISNA zitiert.
Allerdings berichtete das staatliche Presse-TV später, Ruhani sei falsch zitiert worden. Der Sender verbreitete einen Redeausschnitt, in dem Ruhani während einer Solidaritätskundgebung mit den Palästinensern anlässlich des "Quds"-Tages sagte: "In unserer Region gab es jahrelang eine Wunde in der muslimischen Welt unter dem Schatten der Besetzung des heiligen Landes Palästina und des geliebten al-Quds." Al-Quds ist der arabische Name für Jerusalem.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte mit Bezug auf das von ISNA verbreitete, schärfere Zitat, der als gemäßigt geltende Ruhani sei genauso ein Feind Israels wie Ahmadinedschad. Dieser hat den Holocaust infrage gestellt und Israel als Krebsgeschwür bezeichnet, das ausgemerzt werden müsse. "Ruhani zeigt sein wahres Gesicht früher als erwartet", erklärte Netanjahu.
"Dies ist es, was der Mann denkt und es ist der Aktionsplan des iranischen Regimes", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros in Jerusalem. Die Welt müsse nun aus ihren Illusionen erwachen: "Es gibt einen neuen Präsidenten, aber das Ziel des Regimes hat sich nicht verändert - Atomwaffen zu entwickeln, um Israel, den Nahen Osten und Frieden und Sicherheit in der ganzen Welt zu bedrohen." Ein Staat, der Israel mit der Auslöschung bedrohe, dürfe auf keinen Fall Massenvernichtungswaffen bekommen, bekräftigte Netanjahu.
Ruhani tritt an diesem Wochenende sein Amt an. Obwohl er eine Versöhnung mit dem Westen beabsichtigt, wird im Nahostkonflikt keine Kursänderung erwartet. Am Freitag veranstaltete der Iran wieder den "Quds"-Tag, eine anti-israelische Massendemonstration, die jedes Jahr am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan stattfindet.
02.08.2013, 17:22 Uhr | dpa
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