Nahost-Friedensgespräche
Palästinenser sagen Verhandlungsrunde ab26.08.2013, 13:38 Uhr | AFP, AP/dpa, t-online.de
"Aufgrund der israelischen Verbrechen heute in Kalandia" hat die Palästinenserführung eine für Montagnachmittag vereinbarte neue Runde der Nahost-Friedensgespräche abgesagt. Israelische Soldaten hatten bei einem Anti-Terror-Einsatz im Westjordanland drei Palästinenser getötet.
Die Einheit habe das Feuer eröffnet, nachdem sie nahe der Hauptstadt Jerusalem von einer Menschenmenge angegriffen worden sei, teilte das israelische Militär mit.
Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah verurteilte den Zwischenfall, den tödlichsten im Westjordanland seit mehreren Jahren. Ein Sprecher von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sagte in einer ersten Reaktion "negative Folgen" für die Gespräche voraus und appellierte an die USA, sich einzuschalten.
Die israelischen Behörden verteidigten ihr Vorgehen. Hunderte Palästinenser seien auf die Straßen geströmt und hätten Polizisten mit Brandsätzen und Steinen angegriffen, die einen Terrorverdächtigen festnehmen wollten, sagte ein Sprecher der Grenzpolizei.
Zunächst wurde nach seinen Angaben nichttödliche Munition eingesetzt. Gemeint sind damit in der Regel Gummigeschosse und Tränengas. Doch nach Angaben des israelischen Militärs kamen dann Soldaten an den Angriffsort und eröffneten mit scharfer Munition das Feuer, da sie ihre Leben "in unmittelbarer Gefahr" sahen.
"Große gewalttätige Menschenmengen wie diese, deren Zahl die der Sicherheitskräfte deutlich übersteigt, lassen keine andere Möglichkeit zu, als in Selbstverteidigung auf scharfe Munition zurückzugreifen", sagte ein Militärsprecher. Neben den drei Toten gab es nach Angaben eines Krankenhaussprechers in Ramallah auch mehr als ein Dutzend Verletzte.
Für Jahre sprachen Israelis und Palästinenser überhaupt nicht über eine Friedenslösung. Vor allem auf Drängen des US-Außenministers John Kerry waren beide Parteien vor wenigen Wochen wieder an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.
Der fortwährende israelische Siedlungsbau in den palästinensischen Autonomiegebieten und die ungeklärte Frage, wie mit Jerusalem verfahren werden soll, sind die größten Hindernisse auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung.
26.08.2013, 13:38 Uhr | AFP, AP/dpa, t-online.de
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