Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland > Krisen & Konflikte >

Ukraine-Krise: Waffenruhe in Ostukraine droht zu scheitern

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Russland attackiert Nato  

Waffenruhe in der Ostukraine vor dem Zusammenbruch

13.11.2014, 13:05 Uhr | dpa, AFP

Ukraine-Krise: Waffenruhe in Ostukraine droht zu scheitern. Russland dementiert Berichte über eine Invasion in der Ukraine (Quelle: AP/dpa)

Russland dementiert Berichte über eine Invasion in der Ukraine (Quelle: AP/dpa)

Der schwelende Konflikt im Osten der Ukraine droht wieder offen auszubrechen. Die knapp zwei Monate andauernde Waffenruhe steht nach Einschätzung internationaler Organisationen vor dem Zusammenbruch. Sowohl die Vereinten Nationen als auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) äußerten sich zutiefst besorgt.

Ein Grund für die Sorge sind Berichte der Nato und der Ukraine über russische Truppenbewegungen in der Krisenregion. Demnach hätten die Aufständischen in den vergangenen Tagen Verstärkung aus Russland erhalten, behauptete Verteidigungsminister Stepan Poltorak. Nato-Oberkommandeur Philip Breedlove sprach von russischen Panzern und Truppen, "die in die Ukraine gebracht werden".

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, wirft Moskau in diesem Zuge vor, den Konflikt vorsätzlich zu schüren. Sie sprach von "fortgesetzten, andauernden und eklatanten Verletzungen des Protokolls von Minsk durch Russland und seine Stellvertreter".

UMFRAGE
Glauben Sie, dass sich die Krise zwischen Russland und dem Westen noch verschärfen wird?

Im September war in Minsk der Waffenstillstand vereinbart worden. Trotz der Vereinbarung kommt es immer wieder zu schweren Kämpfen zwischen Separatisten und Regierungstruppen.

Moskau: "propagandistische Fälschung"

Russland wies die Berichte über eine Invasion scharf zurück. Der russische UN-Diplomat Alexander Pankin bezeichnete sie sogar als "propagandistische Fälschung". "Die Technik und das Personal, das die russischen Streitkräfte haben, befinden sich auf dem Gebiet meines Landes und bedrohen Ihr Land nicht", sagte Pankin bei den Vereinten Nationen in Richtung seines ukrainischen Kollegen und fügte an: "Deshalb ist das alles leeres Gerede."

Bei den Konvois, die unter anderem von OSZE-Beobachtern gesehen wurden, handele es sich um Kolonnen der Aufständischen und nicht um russische Truppen, sagte Separatistenführer Boris Litwinow in Donezk.

Angst vor neuer "Katastrophe"

Die Entwicklung der letzten Tage bereitet den Vereinten Nationen Kopfschmerzen. "Wir sind tief besorgt, dass die schweren Kämpfe der Vergangenheit jederzeit wieder ausbrechen könnten. Das wäre eine Katastrophe für die Ukraine", sagte UN-Vizegeneralsekretär Jens Anders Toyberg-Frandzen vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. "Jeden Tag sterben Menschen, manchmal sogar Schulkinder. Die Situation könnte instabiler kaum sein."

Verantwortung würden alle tragen. "Keine Seite ist ohne Schuld. Wir sehen die Verantwortung aber vor allem bei den Separatisten in der Ostukraine", sagte der Däne. Die "sogenannten Wahlen" der Rebellen in der Ostukraine und Berichte über die Lieferung schwerer Waffen aus Russland seien das größte Problem. Die landesweite Wahl, an der sich viele in der Ostukraine verweigert hätten, habe Grund zur Hoffnung gegeben. "Doch der Geist der Erneuerung durch die Wahl und eine reformwillige Führung ist überschattet durch die Kompromisslosigkeit der Führer in der Ostukraine."

Waffenruhe "nur noch auf Papier"

Die Waffenruhe gebe es "mehr und mehr nur noch auf dem Papier", sagte OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier in Brüssel. Die Separatisten haben nach Einschätzung der Organisation zuletzt deutliche Geländegewinne erzielt. "Wenn man sich anschaut, wo die Positionen beider Seiten im September waren und wenn man das mit dem vergleicht, wo sie jetzt sind, dann sieht man, dass sich die Linie in Richtung Westen verschoben hat", sagte er. In einigen Gebieten habe sich die Linie um Dutzende Kilometer verschoben.

Von der OSZE hieß es, dass die humanitäre Situation sich jeden Tag verschlechterte. Nicht nur, dass die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen jeden Tag steige. Ihr Schicksal werde auch durch den einbrechenden Winter immer bitterer.

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
News-Video des Tages


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017