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Syrien-Konflikt: Russland und USA setzen ihre Gespräche fort

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Syrien-Konflikt  

Russland und USA setzen ihre Gespräche fort

12.10.2016, 20:18 Uhr | rtr, AFP

Syrien-Konflikt: Russland und USA setzen ihre Gespräche fort. US-Außenminister John Kerry (l.) und der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen in Genf (Schweiz). (Quelle: dpa)

US-Außenminister John Kerry (l.) und der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen in Genf (Schweiz). (Quelle: dpa)

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-amerikanischer Kollege John Kerry wollen ihre Gespräche über die Lage im Bürgerkriegsland Syrien wieder aufnehmen. Das gab die Regierung in Moskau bekannt.

An dem Treffen am Samstag im schweizerischen Lausanne würden zudem Saudi-Arabien und die Türkei teilnehmen, erklärte das russische Außenamt. Dabei solle es um Schritte gehen, wie man im Syrien-Konflikt vermitteln könne.

US-Außenamtssprecher John Kirby bestätigte, dass Kerry an dem Treffen in Lausanne teilnehmen werde. Er teilte zudem mit, dass Kerry am Sonntag in London mit mehreren europäischen Außenministern zusammenkommen werde. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande hätten Putin in einem Telefongespräch dazu gedrängt, sich für eine Waffenruhe in Syrien einzusetzen, teilte die Bundesregierung mit.

"Anti-russische Hysterie": Putin kritisiert Frankreich

Russland hatte zuvor Frankreich erneut scharf kritisiert. Präsident Wladimir Putin sagte, das Land habe bei der Abstimmung über eine Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat vorsätzlich falschgespielt. Russland habe keine andere Wahl gehabt, als ein Veto gegen den Entwurf einzulegen. Frankreich habe "anti-russische Hysterie" anheizen wollen und im Auftrag der USA gehandelt.

Putin hatte wegen des Streits in dieser Woche bereits einen Besuch in Paris überraschend abgesagt. Premierminister Manuel Valls verteidigte dagegen die Haltung seiner Regierung. Die Position Russlands sei unverantwortlich. Die syrischen Regierungstruppen könnten ohne die massive Hilfe von Russland nicht an der Schlacht um Aleppo teilnehmen.

In dem Resolutionsentwurf ging es um die Lage in der heftig umkämpften Stadt. Westliche Regierungen warfen Russland nach dem Veto vor, kein Interesse an einem Ende der Gewalt zu haben. Russland ist der wichtigste Verbündete des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad.

Waffenruhe hielt nur eine Woche

Kerry und Lawrow hatten Mitte September eine landesweite Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen ausgehandelt. Doch die Feuerpause war nach nur einer Woche wieder zerbrochen. In den darauf folgenden Tagen hatte die syrische Armee mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine neue Großoffensive auf Aleppo gestartet, um die seit vier Jahren geteilte Stadt komplett wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.

Angesichts der Weigerung Russlands, die massiven Luftangriffe zu stoppen, hatte Kerry die Gespräche mit Lawrow über eine Rückkehr zur Waffenruhe abgebrochen. Die Feuerpause soll die Lieferung dringend benötigter Hilfslieferungen ermöglichen.

Zudem besteht die Hoffnung, dass sie eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über eine politische Lösung des Konflikts erlaubt. Im syrischen Bürgerkrieg sind seit 2011 mehr als 300.000 Menschen ums Leben gekommen.

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