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Syrien: Türkische Soldaten durch russischen Luftschlag getötet

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Russland beschuldigt Türkei  

Türkische Soldaten durch russischen Luftschlag getötet

10.02.2017, 08:06 Uhr | dpa, AP

Syrien: Türkische Soldaten durch russischen Luftschlag getötet. Ein Kampfjet der russischen Luftwaffe hat versehentlich ein Gebäude bombardiert, in dem sich türkische Armeeangehörige aufhielten. (Quelle: Reuters)

Ein Kampfjet der russischen Luftwaffe hat versehentlich ein Gebäude bombardiert, in dem sich türkische Armeeangehörige aufhielten. (Quelle: Reuters)

Die russische Luftwaffe hat nach Angaben der türkischen Armee in Nordsyrien versehentlich ein Gebäude mit türkischen Soldaten angegriffen und drei von ihnen getötet. Elf türkische Soldaten seien verwundet worden, einer davon schwer.

Der Luftschlag habe eigentlich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gegolten, teilten die türkischen Streitkräfte mit. Russland sieht die Schuld bei der Türkei: Die russischen Piloten hätten genau das Zielquadrat angegriffen, dessen Koordinaten ihnen vom türkischen Militär übermittelt worden seien, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. "Innerhalb dieses Quadrats hätte kein türkischer Soldat sein sollen", sagte.

Der russische Präsident Wladimir Putin habe seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan seine Trauer über den Vorfall zum Ausdruck gebracht.

Kampf um Al-Bab

Türkische Soldaten und von der Türkei unterstützte syrische Rebellen versuchen derzeit, die Stadt Al-Bab von der Terrormiliz Islamischer Staat zurückzuerobern. Syrische Regierungssoldaten und mit ihnen verbündete Milizen, eine von den USA angeführte internationale Koalition und Russland gehen in verschiedenen Teilen Syriens gegen den IS vor.

Im November 2015 hatte der Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei zu schweren Verstimmungen zwischen den beiden Staaten geführt. In jüngster Zeit hatten sie sich aber wieder ein wenig angenähert. Im Dezember hatten die Türkei und Russland eine Waffenruhe für Syrien mit ausgehandelt. Im Januar förderten die beiden Länder Friedensgespräche zwischen der syrischen Regierung und Rebellengruppen in der kasachischen Hauptstadt Astana.

Bisher sind bei dem Einsatz der Türkei in Syrien 64 türkische Soldaten ums Leben gekommen.

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