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Nordkorea über getestete Rakete: USA in Reichweite

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Nordkorea behauptet  

Getestete Rakete kann Atomsprengkopf tragen

16.05.2017, 16:31 Uhr | AP, rok

Nordkorea über getestete Rakete: USA in Reichweite. Nordkorea Raketentest (Quelle: dpa)

Nordkorea Raketentest (Quelle: dpa)

Die nordkoreanische Agentur KCNA veröffentlicht Details zum jüngsten Raketentest - angeblich soll die Hwasong-12 zu einem Nuklearschlag fähig sein. Die Vereinten Nationen rufen zur Dringlichkeitssitzung.

Die jüngst von Nordkorea getestete Rakete kann nach Angaben des Landes einen Nuklearsprengkopf tragen - das Festland der USA sei in Reichweite. Das am Sonntag abgefeuerte Geschoss vom Modell Hwasong-12 sei dazu in der Lage, meldete die nordkoreanische Agentur KCNA am Montag. Das südkoreanische Verteidigungsministerium gab sich skeptisch: Mehr Analysen seien nötig, um die angebliche technische Leistung der Rakete zu belegen.

Am Sonntag hatte Pjöngjang eine Rakete getestet, die nach japanischen Angaben innerhalb von 30 Minuten 800 Kilometer zurücklegte. Sie habe eine Höhe von 2000 Kilometern erreicht. Die japanische Verteidigungsministerin Tomomi Inada erklärte, dass die Rakete bei einer anderen Flugbahn vermutlich eine viel weitere Reichweite hätte erzielen können. Die japanische Nachrichtenagentur zitierte nicht weiter genannte Quellen, nach denen das Geschoss mit normaler Flugbahn bis zu 4000 Kilometer hätte zurücklegen können.

Ein Forscher des Verbands der besorgten Wissenschaftler (Union of Concerned Scientists) sagte, dass vermutlich sogar 4500 Kilometer möglich gewesen wären - was deutlich weiter wäre als bisherige Raketen aus Pjöngjang. Das Geschoss sei vermutlich neu und eines von denen, die Nordkorea bei einer Militärparade Mitte April präsentiert habe.

Wie KCNA berichtete, soll Machthaber Kim bei dem Raketentest am Sonntag die für Raketenforschung Verantwortlichen umarmt haben. Demnach habe er ihnen gesagt, sie hätten hart dafür gearbeitet, etwas Großes zu erreichen. Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, Moon Sang Gyun, sagte, es sei weiterhin unwahrscheinlich, dass Nordkorea eine Technologie habe, die den sicheren Wiedereintritt eines Sprengkopfes in die Erdatmosphäre ermöglicht.

Der UN-Sicherheitsrat kündigte als Reaktion auf den Test eine Dringlichkeitssitzung am (morgigen) Dienstag an. Die USA, Japan und Südkorea hätten die Beratungsrunde beantragt, teilte die UN-Vertretung von Uruguay am Sonntag mit. Das Land hält in diesen Monat den Vorsitz in dem Gremium.

"Ein Raketentest ist nicht der Weg, um sich mit dem (US-)Präsidenten hinzusetzen", sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, dem TV-Sender ABC. Dabei nahm sie Bezug auf eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der vor zwei Wochen gesagt hatte, für ein Treffen mit Kim unter den richtigen Umständen bereit zu sein.

USA fordern härtere Sanktionen

Das Weiße Haus reagierte mit einer Stellungnahme auf den Raketentest. Dieser sei eine jüngste "Provokation" und sollte den Ländern weltweit als Grund dienen, noch weitaus härtere Sanktionen gegen Nordkorea zu verhängen. Das Land sei bereits viel zu lange eine eklatante Bedrohung.

Trotz UN-Verboten testet Nordkorea regelmäßig verschiedene ballistische Raketen als Teil seiner Waffenentwicklung. Die USA fürchten, dass Pjöngjang in naher Zukunft technisch so weit sein könnte, eine Rakete mit einem Nuklearsprengkopf bis aufs US-Festland zu schießen.

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