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Koreakrise: Südkorea bietet Kim Jong Un Verhandlungen an

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Erstmals seit drei Jahren  

Südkorea bietet Kim Verhandlungen an

17.07.2017, 10:41 Uhr | dpa, df

Koreakrise: Südkorea bietet Kim Jong Un Verhandlungen an. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bejubelt einen gelungenen Raketentest. (Quelle: Reuters/KCNA)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bejubelt einen gelungenen Raketentest. (Quelle: KCNA/Reuters)

Mit konkreten Vorschlägen für Friedensverhandlungen versucht Südkorea, den Konflikt mit dem nordkoreanischen Regime zu entschärfen. Es wären die ersten direkten Gespräche seit drei Jahren.

Südkorea hat dem verfeindeten Nachbarn Nordkorea die Wiederaufnahme von Militärgesprächen vorgeschlagen, um die Spannungen abzubauen. Die Verhandlungen könnten am kommenden Freitag auf nordkoreanischer Seite des Grenzortes Panmunjom stattfinden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.

Alle "feindseligen Handlungen" sollen eingestellt werden

Ziel sei es, alle "feindseligen Handlungen" entlang der militärischen Demarkationslinie zwischen beiden Ländern einzustellen. Beide Länder sind durch eine vier Kilometer breite Pufferzone voneinander getrennt.    

Es wären die ersten Gespräche zwischen Militärvertretern beider Länder seit etwa drei Jahren. Das Ministerium warte noch auf Antwort, sagte ein Sprecher. Noch ist unklar, worüber gesprochen werden soll. Doch wird vermutet, dass Südkorea unter anderem die Einstellung der Lautsprecher-Propaganda beider Seiten an der Grenze vorschlagen könnte. 

Lage zuletzt sehr angespannt

Die Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel ist nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit Anfang des vergangenen Jahres sehr angespannt. Zuletzt hatte Nordkorea am 4. Juli trotz internationaler Sanktionen und Warnungen erstmals eine Interkontinentalrakete getestet.

Die USA erklärten daraufhin ihre Bereitschaft, möglicherweise mit militärischen Mitteln in den Konflikt eingreifen zu wollen. Südkoreas Präsident Moon Jae In hatte ungeachtet der Spannungen erklärt, wieder stärker auf die international isolierte Führung in Pjöngjang zugehen zu wollen. 

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