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Atomtests in Nordkorea: Kims radioaktives Gas belastet Südkorea

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Atomtests in Nordkorea  

Kims radioaktives Gas belastet Südkorea

13.09.2017, 17:11 Uhr | rtr, pdi

Südkorea hat nach eigenen Angaben radioaktives Gas entdeckt. (Screenshot: Reuters)
Kims radioaktives Gas belastet Südkorea

Südkorea hat nach eigenen Angaben radioaktives Gas entdeckt.

Südkorea hat nach eigenen Angaben radioaktives Gas entdeckt. (Quelle: t-online.de)


Neue Empörung im Nordkorea-Konflikt: Rund eineinhalb Wochen nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomtest haben südkoreanische Experten nach eigenen Angaben Spuren radioaktiven Gases entdeckt.

An mehreren Messstellen in Südkorea sei Xenon-133-Isotope festgestellt worden, die aus Nordkorea stammten, teilten die Behörden in Seoul mit. Zwar kann man allein aus diesen Gasen nach Angaben der Experten keine Rückschlüsse darauf ziehen, welcher Sprengsatz gezündet worden sei. Das entdeckte Isotop stammt jedoch nicht aus natürlichen Quellen und wurde auch nach früheren nordkoreanischen Atomtests nachgewiesen.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben Anfang September eine Wasserstoffbombe gestestet. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängte daraufhin am Montag neue Sanktionen. Nordkorea kritisierte diese am Mittwoch scharf und kündigte an, sich noch stärker gegen einen aus seiner Sicht drohenden Einmarsch der USA zu wappnen. US-Präsident Donald Trump forderte derweil noch erheblich schärfere Strafmaßnahmen. Die jüngsten Sanktionen seien "nur ein weiterer kleiner Schritt" gewesen, sagte er. "Keine große Sache." Es sei schön gewesen, dass sich der UN-Sicherheitsrat einstimmig auf die neuen Maßnahmen geeinigt habe. "Aber diese Sanktionen sind nichts verglichen mit dem, was letztlich passieren muss."

Nordkorea will Kurs fortsetzen

Das Außenministerium in Pjöngjang erklärte über die amtliche Nachrichtenagentur KCNA, die Sanktionen seien eine Verletzung des Rechts auf Selbstverteidigung. Sie zielten darauf ab, das Land und seine Bevölkerung durch eine vollständige wirtschaftliche Blockade "zu ersticken". Nordkorea werde seine Bemühungen zum Schutz seiner Souveränität und seines Existenzrechts sowie zum Erhalt von Frieden und Sicherheit in der Region verdoppeln, indem es "das praktische Gleichgewicht zu den USA schafft".

Lee Mi-seon, die Leiterin der südkoreanischen Erdbeben- und Vulkan-Behörde, informiert bei einer Pressekonferenz über ein vermutlich künstlich ausgelöstes Erdbeben in Nordkorea. (Quelle: dpa)Lee Mi-seon, die Leiterin der südkoreanischen Erdbeben- und Vulkan-Behörde, informiert bei einer Pressekonferenz über ein vermutlich künstlich ausgelöstes Erdbeben in Nordkorea. (Quelle: dpa)

Der ursprüngliche Sanktionsentwurf der USA war abgeschwächt worden, um die Unterstützung der Veto-Mitglieder Russland und China zu erhalten. Insbesondere ein komplettes Embargo auf Öllieferungen nach Nordkorea, von denen die meisten aus China kommen, wurde abgewendet. Dennoch zeigen die Strafmaßnahmen insgesamt nach Angaben chinesischer Händler und regelmäßiger Besucher des international nahezu völlig isolierten Landes inzwischen durchaus Wirkung. So werde unter anderem Treibstoff knapper und teurer.

China ruft zur Zurückhaltung auf

Nach mehreren Raketen- und Atomtests hat sich der seit Jahren anhaltende Konflikt mit Nordkorea massiv verschärft. Trump will verhindern, dass es Nordkorea gelingt, eine Langstreckenrakete mit einem Atomsprengkopf zu bestücken. Jüngster Höhepunkt war der mutmaßliche Wasserstoffbombentest. Es war der sechste und bislang stärkste Atomtest. Satellitenbilder zeigten massive Schäden am Testgelände, teilte das in Washington ansässige Forschungsprojekt 38North mit. Zudem habe es Aktivitäten in einem anderen Gebiet gegeben. Dabei könne es sich um Vorbereitungen für weitere unterirdische Tests handeln.

China rief die USA und Nordkroea erneut zur Zurückhaltung auf. Man stehe an einem Scheideweg. Die USA und Nordkorea müssten den Teufelskreis von Atomtests und Sanktionen durchbrechen, hieß es in einem Leitartikel des Parteiorgans "Volkszeitung".

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