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US-Waffenrecht: Hier dürfen Lehrer jetzt Waffen tragen

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Hier dürfen US-Lehrer Waffen tragen

09.03.2013, 17:44 Uhr | dpa, AFP

US-Waffenrecht: Hier dürfen Lehrer jetzt Waffen tragen. Wie entwaffne ich einen Angreifer? Lehrer-Seminar in den USA (Quelle: Reuters)

Wie entwaffne ich einen Angreifer? Lehrer-Seminar in den USA (Quelle: Reuters)

In Schulen im US-Bundesstaat South Dakota können Lehrer zum Schutz der Schüler bald mit Waffen ausgestattet werden. Ein entsprechendes Gesetz wurde in dem Bundesstaat im Norden der USA verabschiedet.

Zwar wird bewaffnetes Schulpersonal bereits in einigen Bezirken in Bundesstaaten wie Texas und Ohio erlaubt, South Dakota ist aber der erste Bundesstaat, der ein flächendeckendes Gesetz verabschiedete.

In ländlichen Schulbezirken sei die Polizei oft viele Kilometer entfernt, sodass die Schulen in solchen Gegenden gern über bewaffnete Wachleute verfügten, erklärte ein Sprecher von South Dakotas Gouverneur Dennis Daugaard. Lehrer, Schulleiter, Hausmeister und andere Schulangestellte wie eigens engagierte Sicherheitsleute oder "Freiwillige" dürfen dem neuen Gesetz zufolge in der Schule Waffen tragen. Sie müssen zuvor dasselbe Training wie andere Ordnungskräfte absolvieren.

Erfolg für US-Waffenlobby

Die Gesetzgeber des ländlichen Bundesstaates folgen damit im Kern dem Rat der US-Waffenlobby: Diese hatte nach dem Massaker von Newtown im Bundesstaat Connecticut bewaffnete Wächter an allen amerikanischen Schulen gefordert. Nur so könnten die Kinder vor Amokläufern geschützt werden, meint die mächtige National Rifle Association (NRA). An der Grundschule in Newtown hatte ein junger Mann Mitte Dezember 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen, bevor er sich selbst tötete.

Umstrittene Reaktion auf Amoklauf von Newtown

Während viele US-Bürger für bessere Waffenkontrollen und eine Erneuerung des Verbots von Sturmgewehren plädierten, forderte die einflussreiche Waffenlobby NRA bewaffnete Einsatzkräfte an Schulen. Örtlichen Medienberichten zufolge gab es auch heftigen Widerstand in South Dakota gegen das neue Gesetz.

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