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Barack Obama erwägt schnelleren Truppen-Abzug aus Afghanistan

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Obama erwägt schnelleren Truppen-Abzug aus Afghanistan

10.07.2013, 11:08 Uhr | AFP

Afghanistans Präsident Hamid Karsai und US-Präsident Barack Obama (Quelle: imago)

Eisige Zeiten zwischen Afghanistans Präsident Karsai und US-Präsident Obama (Quelle: imago)

Abzug aus Frust: Der Streit zwischen US-Präsident Barack Obama und Afghanistans Präsident Hamid Karsai könnte weitreichende Folgen für das Land mit sich bringen. Medienberichten zufolge wollen die USA ihre Truppen schneller vom Hindukusch abziehen als bisher geplant.

Auch ein vollständiger Rückzug bis Ende 2014 sei im Gespräch, berichtet die "New York Times". Bislang hatten Washington und Kabul geplant, nach dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes einige tausend US-Soldaten zur Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte im Land zu lassen.

Verhältnis hat sich verschlechtert

Zuletzt hatte sich das Verhältnis von US-Präsident Barack Obama und Karsai aber deutlich verschlechtert. Nach Berichten über anstehende Gespräche zwischen US-Vertretern und den Taliban hatte der afghanische Präsident die Verhandlungen über eine Militärkooperation nach 2014 vergangenen Monat auf Eis gelegt. Die islamistischen Aufständischen hatten ein Verbindungsbüro im Golf-Emirat Katar eröffnet.

Eine Videokonferenz zwischen den beiden Präsidenten Ende Juni habe das Zerwürfnis nicht beilegen können, so die "New York Times". Karsai habe der US-Regierung vorgeworfen, ein separates Friedensabkommen mit den afghanischen Taliban und deren Unterstützern in Pakistan anzustreben. Damit würde Washington die Regierung in Kabul ihren Feinden ausliefern.

Immer mehr Anhänger für vollständigen Abzug

Pentagon-Sprecher George Little erklärte, Obama habe sich bei der Frage der künftigen US-Militärpräsenz am Hindukusch noch nicht festgelegt. Der Oberbefehlshaber in Afghanistan, General Joseph Dunford, teile die Einschätzung, dass für eine endgültige Entscheidung noch Zeit sei.

Angesichts der jüngsten Ereignisse gewinnt laut "New York Times" die Möglichkeit eines vollständigen Abzugs innerhalb der US-Regierung aber immer mehr Anhänger. "Es hat immer eine Null-Option gegeben, die aber nicht als Hauptoption galt", zitiert die Zeitung einen westlichen Vertreter in Kabul. Das ändere sich nun. Möglicherweise will die US-Regierung mit den Informationen über einen erwogenen Komplett-Rückzug aber auch nur den Druck auf Karsai erhöhen.

Derzeit noch 68.000 US-Soldaten stationiert

Die USA und ihre NATO-Verbündeten haben mit der afghanischen Regierung vereinbart, dass bis Ende kommenden Jahres alle Kampftruppen das Land verlassen sollen. Derzeit sind noch etwa 68.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert. Die Hälfte davon soll bis Februar 2014 abziehen.

Foto-Serie: Top-Nachrichten des Tages

Verbündete wie Deutschland warten zunehmend ungeduldig darauf, dass sich die USA bei der künftigen Truppenstärke festlegen. Die Bundesregierung hatte bereits im Frühjahr angekündigt, nach 2014 zunächst bis zu 800 Soldaten in Afghanistan stationieren zu wollen.

Abrupter US-Rückzug könnte Taliban Auftrieb geben

Die NATO-Truppen haben die Sicherheitsverantwortung am Hindukusch bereits zu einem großen Teil an einheimische Soldaten und Polizisten übergeben. Ein abrupter US-Rückzug könnte den Taliban neuen Auftrieb geben. Die USA hatten die Taliban-Führung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 durch eine Militärintervention gestürzt, und dies damit begründet, dass die Islamisten Al-Kaida-Chef Osama bin Laden Unterschlupf gewährt hatten.

10.07.2013, 11:08 Uhr | AFP

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