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US-Republikaner werben um Minderheiten

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Das neue Gesicht der Republikaner

US-Konservative werben um Minderheiten

16.08.2013, 16:21 Uhr | AP/dpa, t-online.de

Marilinda Garcia gehört zu den aufstrebenden jungen Republikanern, die neue Bindungen ermöglichen sollen (Quelle: AP/dpa)

Marilinda Garcia gehört zu den aufstrebenden jungen Republikanern, die neue Bindungen ermöglichen sollen (Quelle: AP/dpa)

Alt, weiß, männlich - mit diesem klassischen Wählerprofil müssten die US-Republikaner wohl noch viele Niederlagen einstecken. Die Bevölkerungsstruktur der USA wandelt sich. Nicht mehr eher konservative angelsächsische Protestanten, sondern eher den Demokraten verbundene Latinos werden absehbar die Mehrheit im Land stellen. Trotz und wegen ihres präsenten erzkonservativen Flügels versucht die Partei nun, sich jünger, moderner und offener für Minderheiten zu zeigen.

Auf dem aktuell stattfindenden Sommertreffen des Republikanischen Nationalkomitees (RNC) benannten die Republikaner vier unverbrauchte Jungpolitiker als neue Gesichter ihrer als veraltet geltenden Partei. Marilinda Garcia verkörpert diese "Rising Stars". Ihre Eltern sind italienischer und spanischer Abstammung, sie ist 30 Jahre jung und kommt aus dem liberalen Ostküstenstaat New Hampshire.

Für künftige Siegchancen

"Für die meisten ist der klassische Republikaner alt, weiß, britischstämmig und männlich. Dabei haben seit Jahren auch Menschen wie ich in der Partei gearbeitet", sagt Garcia. Sie wurde bereits mit 23 Jahren in ihrem Staat zur Abgeordneten gewählt, ist ein Stück der Zukunftshoffnung, ein Anknüpfungspunkt für verlorene oder fehlende Wählerschichten. Die Parteibindung ist für einen US-Bürger viel stärker als für die meisten Deutschen ein fester Bestandteil der Identität.

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Für die Republikaner geht es um die existenzielle Fähigkeit, sich bei kommenden Wahlen gegenüber den Demokraten des amtierenden Präsidenten Barack Obama behaupten zu können. So wächst die Gruppe der US-Bürger mit lateinamerikanischem Migrationshintergrund stetig, und sie hat bei der Wiederwahl Obamas im vergangenen Herbst eine entscheidende Rolle gespielt. Ähnliches gilt für asiatischstämmige Wähler.

Rückstand bei Frauen und Minderheiten

Bei der Präsidentschaftswahl 2012 hat die Partei vor allem bei den Minderheiten und bei den Frauen verloren. Elf Prozentpunkte lag Obama bei den Wählerinnen vor seinem Herausforderer Mitt Romney. Seit der Wiederwahl Reagans im Jahr 1984 konnte kein republikanischer Kandidat mehr Stimmen von Frauen erzielen als sein demokratischer Kontrahent.

Neben Garcia wurden am Donnerstag noch drei andere neue Gesichter vorgestellt: Karin Agness, die 2004 einen konservativen Studentinnenclub gegründet hat, Scott Erickson, ein kalifornischer Polizist, der nebenbei auch schreibt und T. W. Shannon, der 35-jährige Fraktionsvorsitzende seiner Partei im Repräsentantenhaus von Oklahoma. Shannon hat schwarze und indianische Vorfahren: Auch das ist eher selten bei den Republikanern und ihrer Anhängerschaft.

Kampagne oder Sinneswandel?

Dass jetzt junge Parteistars wie Garcia mit einer Medienoffensive aufgebaut werden, um Demokraten oder doch noch Unentschlossene für sich zu gewinnen, ist nur eine Seite der Erneuerung der Republikaner. Mit 150 extra eingestellten Leuten steckt die Partei ihre Reviere in den Einwanderer-Vierteln der Städte ab und versucht, dort konservative Werte zu vermitteln.

Zuletzt wurden die Minderheiten in den Achtzigern mit einer ähnlichen Kampagne umworben, als die damaligen republikanischen Präsidenten Ronald Reagan und George Bush Senior die Wichtigkeit der farbigen und lateinamerikanischen Wähler entdeckten.

Heute gibt es aber mehr als damals auch Stimmen in der Partei, die einen tatsächlichen Sinneswandel fordern. Sie sagen, solange die Republikaner bei ihrer ablehnenden Grundhaltung gegenüber der Einwanderung festhielten, blieben derartige Annäherungsversuche bloße Augenwischerei. So weist der ehemalige RNC-Vorsitzende Michael Steele - ein Afroamerikaner - darauf hin, dass seine Partei noch immer im Repräsentantenhaus eine grundlegende Reform des Einwanderungsgesetzes blockiert.

16.08.2013, 16:21 Uhr | AP/dpa, t-online.de

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