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"Sie riskieren Menschenleben"  

CIA sieht Wikileaks als Feind

14.04.2017, 13:01 Uhr | AP, pdi

CIA sieht Wikileaks als Feind an. CIA Direktor Mike Pompeo spricht vor dem CSIS. (Quelle: AP/dpa/Pablo Martinez Monsivais)

CIA Direktor Mike Pompeo spricht vor dem CSIS. (Quelle: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa)

CIA-Direktor Mike Pompeo hat die Enthüllungsplattform als "feindlichen Geheimdienst" deklariert. In seiner ersten öffentlichen Rede nach seinem Amtsantritt kritisiert er Wikileaks und Julian Assange scharf.

Die Plattform und ihr Gründer Julian Assange würden angeben, im Namen der Freiheit und des Datenschutzes zu arbeiten. In Wirklichkeit sei ihre Mission aber "Selbstverherrlichung durch die Zerstörung westlicher Werte", so Pompeo.

Während die Geheimdienstes ihre Informationen möglichst stillschweigend zusammentragen würden, seien Menschen wie Assange oder der ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter Edward Snowden nur daran interessiert, sich selbst einen Namen zu machen. Solange sie Aufsehen erregten, sei es ihnen egal, ob sie der nationalen Sicherheit schadeten oder Menschenleben riskierten, so Pompeo.

Er merkte an, dass Vertreter des russischen Geheimdienstes Wikileaks benutzt hätten, um Informationen zu veröffentlichen, die aus mutmaßlichen Hackerangriffen gegen die demokratische Partei stammten. Auch der russische Staatssender RT habe mit der Plattform zusammengearbeitet.

Durch Wikileaks Cyberspionage der CIA enthüllt

Im März hatte Wikileaks fast 8000 Dokumente veröffentlicht, die Informationen über Cyberspionage-Aktivitäten der CIA enthüllen sollen. Pompeos Äußerungen stehen allerdings im Widerspruch zu Bemerkungen des späteren Präsidenten Donald Trump im Wahlkampf. Damals hatte Trump erklärt, er freue sich darüber, dass Wikileaks private E-Mails des Wahlkampfmanagers seiner Rivalin Hillary Clinton, John Podesta, veröffentlicht habe. Die Mails waren potenziell schädlich für Clinton.

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