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Türkei soll Michael Flynn Millionen für Gülen Entführung geboten haben

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Wollte Trumps Sicherheitsberater Erdogan-Feind Gülen kidnappen?

11.11.2017, 13:10 Uhr | fab, t-online.de

Donald Trumps ehemaliger Sicherheitsberater Michael Flynn soll geplant haben, den Erzfeind des türkischen Staatspräsidenten Erdogan, Fethullah Gülen, an Ankara auszuliefern. (Screenshot: Imago)
Michael Flynn der geplanten Auslieferung Gülens verdächtigt

Donald Trumps ehemaliger Sicherheitsberater Michael Flynn soll geplant haben, den Erzfeind des türkischen Staatspräsidenten Erdogan, Fethullah Gülen, an Ankara auszuliefern.

Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn: Bericht über heikle Absprachen mit der Türkei (Quelle: t-online.de)


Michael Flynn ist eine zentrale Figur in der Russland-Affäre Donald Trumps. Jetzt gibt es neue Vorwürfe: Er soll gemeinsam mit türkischen Vertretern überlegt haben, wie man den Erdogan-Feind Gülen ausliefern könne.

Donald Trumps früherer nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn soll gegen ein mögliches Honorar in Millionenhöhe geplant haben, einen in den USA lebenden Widersacher des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan an Ankara auszuliefern.

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ hat sich Flynn nach dem Wahlsieg Trumps als designierter Sicherheitsberater mit Vertretern des türkischen Staates getroffen – um zu überlegen, wie man den Prediger Fetullah Gülen in die Türkei bringen könne.

Als Honorar für ihn und seinen Sohn, die eine gemeinsame Beratungsfirma betreiben, standen demnach 15 Millionen Dollar im Raum. Laut dem Bericht recherchiert Sonderermittler Robert Mueller, der die Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland aufklären soll, in dem Fall.

Gülen lebt seit 1999 im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die türkische Regierung hat zuletzt mehrfach um Auslieferung des Predigers gebeten, der als Erzfeind Erdogans gilt. Erdogan macht ihn etwa für den versuchten Staatsstreich vom Juli 2016 verantwortlich und hat dessen Netzwerk wiederholt als terroristische Organisation bezeichnet.  

Der Fall wirft ein neues Schlaglicht auf die Verbindungen von Trump-Vertrauten und ausländischer Regierungen. Flynn ist in der Untersuchung von Sonderermittler Mueller eine zentrale Figur. Er wurde im März 2017 wegen unaufrichtiger Angaben zu seinen Verbindungen zum russischen Botschafter in Washington von seinem Amt als Sicherheitsberater entlassen.

Das „Wall Street Journal“ beschreibt ein Treffen im Dezember 2016 im Club „21“ nahe des Trump-Tower in Manhattan zwischen Flynn und Vertretern der türkischen Regierung. Zum damaligen Zeitpunkt war bereits klar, dass Trump Flynn als Sicherheitsberater ins Weiße Haus holen würde.

Bei dem Treffen sei es etwa um die Möglichkeit gegangen, Gülen in einem Privatjet auf die türkische Gefängnisinsel Imrali zu transportieren. Schon im September 2016 habe es ein Treffen mit türkischen Regierungsvertretern gegeben. Ein Teilnehmer des Gesprächs, der frühere CIA-Direktor James Woolsey, sagte dem „Wall Street Journal“, dabei es auch über eine „verdeckte Operation in der Nacht“ diskutiert worden, um Gülen „wegzuschaffen“. Das berichtete  

Die Zeitung beruft sich auf solche Zeugenaussagen und auf Erkenntnisse des FBI. Anwälte von Flynn und dessen Sohn wollten keine Stellungnahme zum Fall abgeben, ebenso wenig wie Sonderermittler Mueller.

Es war bereits bekannt, dass Flynn als Lobbyist für die türkische Regierung in den USA arbeitete, auch in Sachen Gülen. Seine Beratungsfirma erhielt mindestens 530.000 Dollar für ihre Lobbyarbeit.  Flynn verschwieg allerdings diese Aktivitäten lange.

Die Ermittler untersuchen, ob Flynn damit gegen die gesetzliche Auflage verstoßen hat, sich für seine Arbeit für eine fremde Regierung als „ausländischer Agent“ zu registrieren.

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